Formel-1-Fahrer mit den meisten Ausfällen in einer Saison

Formel 1: Alonsos Abenteuer startet

— 06.01.2018

Erste Testrunden in der Steilwand

Fernando Alonso startet im Januar beim 24-Stunden-Rennen von Daytona. Jetzt hat er seinen ersten Test hinter sich. Seine ersten Eindrücke.

Fernando Alonso arbeitet am Projekt Triple Crown. Nach seinem Start beim Indy 500 greift er nun im Januar beim 24-Stunden-Rennen von Daytona an. Es soll die erste Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans sein. Nur wenn er das Indy 500 und Le Mans gewinnt, hat er zusammen mit seinem Monaco-Siegen 2006 und 2007 die Triple Crown erreicht. Das schaffte bisher nur Graham Hill.

Daytona aber hat es in sich. Die 5,7 Kilometer lange Piste besticht durch die extrem hohe Steilwand. Die Bahn hat hier eine Steigung von über 30 Prozent. Der obere Teil ist nicht im aufrechten Gang erklimmbar. Aber Alonso muss ja auch nur mit dem 600 PS starken Ligier-Gibson durchheizen. Nach den ersten Trainingsrunden am Freitag zieht er das erste Fazit: „Die Kurven und das Banking hier sind natürlich sehr speziell. Man spürt die Kompression im Körper und auch die Sicht ändert sich.“

Das Spektakel in Daytona geht los

Mit einer Zeit von 1:38,602 war er fast eine halbe Sekunde langsamer als sein Teamkollege, Formel-3-Überflieger und McLaren-Junior Lando Norris. Alonso: „Ich versuche zunächst, verschiedene Fahrtechniken zu lernen und von den Langstrecken-Spezialisten so viel wie möglich mitzunehmen. Am Ende möchte ich ein besserer Fahrer sein.“ Und weiter: „Dieses Rennen hier ist der erste Schritt im Langstreckensport. Ich will herausfinden, wie diese Langstreckenläufe sind und ob sie mir zusagen. Ich hoffe natürlich, dass es mir gefällt, denn die 24h von Le Mans und die Triple Crown sind ein weiteres Ziel von mir. Wenn Le Mans dieses Jahr klappen würde, wäre das fantastisch. Hoffentlich könnte nächstes Jahr dann wieder das Indy 500 auf dem Plan stehen.“
Alonso testet für Toyota: Details

Neben Alonso fährt ein zweiter aktiver Formel-1-Pilot mit. Lance Stroll erzielte zusammen mit seinen Stallgefährten Felix Rosenqvist, Daniel Juncadella und Robin Frijns die siebtbeste Zeit. Alonsos Team kam auf Rang neun. Bestzeit brannte das Trio Joao Barbosa, Filipe Albuquerque und Ex-F1-Pilot Christian Fittipaldi im Cadillac auf den Asphalt.

Trotz des Daytona-Abenteuers verliert Alonso die Formel 1 nicht aus den Augen: „Natürlich fokussiere ich mich zuallererst auf die Formel 1 und das Ziel, den dritten WM-Titel zu erringen. Ich bin mir sicher, dass wir in diesem Jahr eine gute Chance haben werden, uns als Team zu beweisen. Und mit der Renault-Antriebseinheit sollten wir wieder vorne mitmischen können. Meine Vorbereitungen konzentrieren sich also in erster Linie auf die Formel-1-Saison.“
 
 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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