Formel 1

Formel 1: Angriff auf Ferrari

— 24.05.2016

McLaren attackiert Vettel-Team

McLaren-Teamchef Eric Boullier glaubt, dass seine Fahrer Alonso und Button in Monaco vor den Ferrari-Stars Vettel und Räikkönen ins Ziel kommen können.

Schritt für Schritt wird McLaren zur ernsthaften Ferrari-Konkurrenz. Teamchef Eric Boullier spuckt vor dem Monaco GP große Töne. "Zwischen Platz sechs und acht", sieht er seine Piloten Jenson Button und Fernando Alonso im Fürstentum – und damit vor den beiden Ferrari! Der Franzose: "Ich glaube nicht, dass sie eine Gefahr sein werden." Red Bull, Mercedes und Toro Rosso seien laut Boullier diejenigen Teams, die auf dem Stadtkurs an der Cote d’Azur ums Podium kämpfen. Dahinter aber sieht er schon McLaren.

Eric Boullier sieht McLaren aktuell stark im Aufwind

Dieser Optimismus kommt nicht von ungefähr. Schon in Barcelona trat man mit einem runderneuerten Chassis an, mit dem Button Neunter wurde. Für Monaco ist eine weitere Version eines neuen Frontflügels geplant, dazu ein Motor, der fahrbarer ist. In den Kurven zählt der MP4-31 bereits jetzt zu den besten Autos. Was noch fehlt sind Motorleistung und mechanischer Grip. Alonso: "Wir werden besser und besser. Uns fehlt immer noch ein bisschen Power, aber Monaco ist eine Strecke, wo das nicht so sehr zählt. Deswegen haben wir eine Chance, noch mehr zu erreichen."

Dazu kommt: Auch der große Spritdurst des Honda-Motor spielt in den engen Gassen der Monegassen keine so große Rolle. Und: Im Gegensatz zum McLaren war Ferrari besonders im dritten Sektor von Barcelona schwach. Dabei gilt der als Gradmesser für den Stadtkurs in Monte Carlo. Teamchef Arrivabene gibt zu: "In den letzten paar Kurven waren wir nicht konkurrenzfähig."

Muss sich Ferrari bald hinter McLaren einreihen?

Was auffällt: Ferrari hat seit den Wintertests noch kein größeres Update gebracht. In Barcelona waren lediglich kleinere Kühleinlässe, winzige Änderungen am Heckflügel und an den hinteren Bremsbelüftungen zu erkennen. Worauf warten die Techniker in Maranello? Vettel räumt ein: "Wir sind in unserem Plan, konzentrieren uns lieber auf viele Detailänderungen als auf große Pakete. Unser Problem ist, dass wir zu Saisonbeginn nicht so nah an Mercedes dran waren wie erhofft und jetzt verstärkt aufholen müssen."

Dabei muss die Scuderia ernsthaft aufpassen nicht auch von McLaren überholt zu werden. Für den Kanada GP planen die Briten ein Motorupdate mit dem Einsatz von Entwicklungsjokern. Renault bringt seinen neuen, ca. 30 PS stärkeren Motor bereits in zweifacher Ausführung für Kevin Magnussen und Daniel Ricciardo nach Monaco.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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