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Formel 1: Arrivabene räumt Fehler ein

— 12.06.2016

Ferrari verzockt sich in Kanada

Schlechte Stimmung bei Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene, Kritik von Experte Johnny Herbert: Nur Sebastian Vettels Laune ist bei Ferrari in Kanada gut.

Wieder nichts mit dem ersten Saisonsieg für Ferrari: Dabei hatte Sebastian Vettel nach einem Raketenstart in Kanada am Sonntag alle Trümpfe in der Hand. Am Ende vergab sein Team die große Chance auf den Sieg in Montreal. „Wir haben den Reifenverschleiß heute überschätzt. Deswegen haben wir Sebastian reingerufen. Das war die falsche Entscheidung“, räumte Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene nach dem Rennen mit Blick auf die rennentscheidende Szene ein.

Rang zwei in Montreal für Ferrari-Star Sebastian Vettel

In Runde zehn holte die Scuderia Vettel an die Box – auch, um noch vom virtuellen Safety-Car nach dem Aus von Jenson Button zu profitieren. Von ultrasoften Reifen wechselte der Deutsche auf die supersoften. Damit war klar: Einen weiteren Stopp muss Vettel noch einlegen. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton blieb auf der Strecke, stoppte einmal, wechselte auf die weiche Mischung und fuhr das Rennen als Erster zu Ende. Diese goldrichtige Strategie brachte dem Briten den Sieg ein. „Wir brauchen die Geschichte jetzt auch nicht größer machen als sie ist. Jeder macht Fehler“, reagierte Arrivabene auf die Nachfragen der Reporter zu Ferraris Entscheidung sichtlich genervt.

Besonders harte Kritik gab es von Ex-Pilot und Sky-Experte Johnny Herbert: „Freitag noch hatten alle Autos hier viel Graining auf den Reifen. Heute aber ist das nicht passiert. Der Grund dafür ist ganz einfach: Auf diesem Straßenkurs legt der Gummiabrieb und damit auch der Grip im Verlauf des Wochenendes besonders zu, die Strecke wird dann deutlich schneller.“ Herbert: „Das ist schon seit vielen Jahren so, eigentlich seit wir mit der Formel 1 hierher kommen. Am Sonntag ist der Reifenverschleiß hier immer geringer. Da hätte Ferrari einfach mal in die Geschichtsbücher schauen sollen!“

Besonders in der Zielkurve hatte Vettel viele Probleme

Frust beim Team, Freude beim Fahrer: Sebastian Vettel konnte dem zweiten Platz trotz der vergebenen Siegchance viel Positives abgewinnen. Seine Laune war im Gegenteil zu der von Arrivabene gut. „Wir hatten alles in allem ein tolles Wochenende hier, die Performance war sehr gut. Gerade nach unserem nicht idealen Saisonbeginn, ist es schön zu sehen, dass uns unsere Upgrades jetzt nach vorne bringen“, sagte Vettel. Besonders mit Blick auf das große Ganze, konstatierte er zufrieden: „Man muss auch mal sehen, wo Mercedes vor zwei Jahren war – da wirkten sie unschlagbar. Und jetzt sind wir nahe dran.“

Vor diesem Hintergrund konnte Vettel seinem Team auch die Strategie-Panne leicht verzeihen. „Im Nachhinein ist es immer einfach, zu sagen, man hätte dies und das anders machen können. Wir haben gute Leute im Team, denen vertraue ich“, sagte der Heppenheimer, für den es nicht nur an der falschen Reifentaktik lag, dass es am Sonntag nicht für den Sieg reichte. „Es war sehr windig heute, auch das hat uns nicht geholfen – vor allem mit dem Rückenwind in der letzten Kurve.“

In Sachen Möwen schimpfe Vettel mit Hamilton

Schon in der ersten Runde verbremste sich Vettel in der Zielschikane, musste durch den Notausgang – im weiteren Rennverlauf wiederholte sich das noch mehrmals. Und auch in Kurve eins musste Vettel einmal ganz weit gehen. Das hatte jedoch einen anderen Grund: „Vor mir saßen plötzlich zwei Möwen auf der Strecke! Ich dachte, das ist ein Pärchen, die wollen gemeinsam Selbstmord begehen“, scherzte Vettel und legte nach: „Lewis bremst nicht für Tiere! Ich schon. Da habe ich Zeit auf ihn verloren, das war unfair. Aber ich finde, ich habe das Richtige getan!“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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