Formel 1: Honda-Misere?

Formel 1: Die besten Bilder aus Russland

Formel 1: Die besten Bilder aus Russland Formel 1: Die besten Bilder aus Russland Formel 1: Die besten Bilder aus Russland

Formel 1: Auch Vettel bangt

— 28.04.2017

Vandoorne mit erster Motorenstrafe!

Rückschlag für Sebastian Vettel im Titelkampf: Ferrari setzt in Russland bereits den dritten Turbolader ein. Noch schlimmer ist es nur bei Honda: Stoffel Vandoorne mit erster Strafe.

Experten sind sich sicher: Ferrari und Mercedes haben inzwischen fast gleichstarke Motoren. Und doch könnte die WM über die Triebwerke entschieden werden. Denn: 2017 sind nur vier Motoren pro Fahrzeug erlaubt, ab der fünften Einheit gbt es Strafversetzungen in der Startaufstellung. Und: 2017 darf erstmals seit dem Turbo-Reglement wieder frei entwickelt werden. Wer sein Kontingent schon wegen Zuverlässigkeitsprobleme ausschöpft, hat weniger Raum für neue, weiterentwickelte Teile.
So lief das Training am Freitag in Russland: Ferrari dominiert

Vor dem Russland-GP ist klar: Sebastian Vettel steht mit dem Rücken bereits zur Wand. Er und sein Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen verwenden bereits den dritten Turbolader. Angeblich wurde der Lader überarbeitet, weniger um mehr Leistung herauszuschlagen, sondern mehr dafür, ihn zuverlässiger zu machen. Beim Werksteam sowie beim Kundenteam Haas ist je ein Turbolader schon krepiert. Und: Auch im Vorjahr war der Turbo Ferraris Achillesferse.

Vettel wird 2017 wohl noch eine Motorenstrafe bekommen

Die Formel 1 biegt erst ins vierte Rennwochenende ein. 20 Rennen stehen auf dem Plan. Zumindest bei Vettel sind die alten Turbolader noch so gut, dass sie in den freien Trainings verwendet werden können. Aber in 17 Rennen muss der WM-Leader theoretisch mit zwei Turbos klarkommen, wenn er eine Strafe vermeiden will. Ein Ding der Unmöglichkeit. Dazu kommt: Ohne Strafe könnte Ferrari kann nur noch ein Turbolader-Update bringen.

Bei Lewis Hamilton sieht es besser aus: Er fährt noch bei allen sechs Motorelementen (Turbolader, Verbrenner, die beiden Hybridsysteme, Elektronik, Batterie) im ersten Kontingent. Mercedes kann ihm theoretisch noch drei Mal eine weiterentwickelte Version ins Auto bauen. Nur Sergio Pérez für das Mercedes-Kundenteam Force India hat ebenfalls eine blütenweiße Weste. Valtteri Bottas im zweiten Werks-Mercedes fährt bereits mit der zweiten Elektronik-Einheit.
Michael Schumachers Benetton wird versteigert: Hier nachlesen

Noch schlimmer als bei Vettel und Räikkönen ist die Lage nur bei Honda. Stoffel Vandoorne kassiert sogar jetzt in Russland schon die erste Strafe! 15 Plätze muss er in der Startaufstellung zurück, weil nach dem ersten Training in Russland bereits der fünfte Turbolader und die fünfte MGU-H (Energierückgewinnungssystem aus dem Abgastrakt) eingebaut werden mussten!

Formel 1: Die besten Bilder aus Russland

Formel 1: Die besten Bilder aus Russland Formel 1: Die besten Bilder aus Russland Formel 1: Die besten Bilder aus Russland


Ebenfalls schon mit dem dritten Turbolader unterwegs ist Teamkollege Fernando Alonso, dazu Haas-Pilot Romain Grosjean und Carlos Sainz (Toro-Rosso-Renault). Alonso und Sainz haben darüber hinaus auch die dritte MGU-H eingebaut.

Ursprünglich ist vorgesehen, dass 2018 sogar nur drei Motoreneinheiten erlaubt gewesen wären. Bei dann 21 Rennen. Doch die Hersteller wollen den Plan verwerfen – weil die ursprüngliche Idee damit Kosten zu sparen, nicht aufgeht. Die komplexen Hybrid-Turbos standfest zu bauen, verschlingt weit mehr Entwicklungskosten. 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung