Red Bull

Formel 1: Baut Red Bull eigenen Motor?

— 03.04.2014

Marko setzt Renault unter Druck

Bei Red Bull ist man von der Stärke des eigenen Chassis überzeugt – gehemmt wird man jedoch vom Renault-Motor. Nun will das Team schleunigst Abhilfe schaffen.

Trotz Sebastian Vettels drittem Platz in Malaysia: Renault fehlen immer noch 80 PS auf den Mercedes-Antrieb! Jetzt setzt Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko die Franzosen unter Druck. Zu BILD sagt er: „Wenn Renault in zwei bis drei Monaten keine merkliche Besserung zustande kriegt, werden wir definitiv über eine Alternative reden.“

Kaum Auswahlmöglichkeiten

Teamchef Christian Horner und seine Mannen erwarten sich von den Renault-Technikern schnelle Verbesserungen

Doch was wären die Alternativen? AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Mercedes will den größten Konkurrenten Red Bull nicht unterstützen. Der Ferrari-Motor ist derzeit nicht besser als der von Renault. Ein Ferrari-Fahrer verriet: „In Malaysia zog sogar schon ein Renault locker an mir vorbei.“ Honda kommt  2015 in die Formel 1. Doch auch die Japaner sollen noch Probleme haben. Baut Red Bull also seinen eigenen Motor?

AVL eine Lösung?

AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Schon vor zwei Jahren hat der Energy Drink-Hersteller Pläne geprüft, von der österreichischen Firma AVL einen eigenen Antrieb bauen zu lassen. Das Grazer Hightech-Unternehmen bezeichnet sich selbst als „weltgrößten privaten Hersteller von Antriebssystemen“ und ist bekannt für seine hochmodernen Prüfstände.

Renault-Übernahme möglich

Zweite Alternative: Red Bull übernimmt die Formel-1-Schmiede von Renault. Schon länger gibt es Spekulationen, dass die Franzosen sich werksseitig aus der Formel 1 zurückziehen wollen. Red Bull könnte die die F1-Abteilung in Viry-Chatillon übernehmen, so wie Tag Heuer es mit Porsche 1983 gemacht hat. Helmut Marko: „Es gibt einige Überlegungen. Aber jetzt hoffen wir natürlich erst einmal, dass Renault die Probleme in den Griff kriegt.“. Der Österreicher erklärt: „Wir haben derzeit 80 PS Rückstand. Ein Sprung von 40 PS würde uns schon reichen, weil unser Chassis den Unterschied macht.“

Daten sprechen für Red Bull

Hört sich Helmut Marko bereits nach Alternativen um? Der Österreicher wiegelt ab, macht aber auch Druck

Renault-Chefingenieur Rob White sagt im Exklusivinterview mit AUTO BILD MOTORSPORT: „Red Bull unterstützt uns zu 100 Prozent. Wir wollen und werden diese Probleme gemeinsam lösen. Die Daten unseres V6-Turbos sowie der beiden Elektromotoren erlauben die Schlussforlgerung, dass – wenn wir es hinkriegen, dass alle Teile des Antriebsstrang harmonisch zusammenarbeiten – wir wirklich konkurrenzfähig sind.“

Ausstiegsgerüchte nicht wahr

Eine Alternative gibt es übrigens nicht: Dass Red Bull – wie in der Fachpresse spekuliert wurde – aus der Formel 1 aussteigen könnte, um mit Cosworth-Motoren in einer anderen, neu gegründeten Rennserie zu fahren. Marko: „Das ist totaler Blödsinn!“

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Getty Images

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