Die besten Bilder aus Monza

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Formel 1: Beben auf dem Fahrermarkt

— 03.09.2016

Vandoorne ersetzt Button - Perez bleibt

Das Fahrerkarussell hat in Monza so richtig Fahrt aufgenommen: Button wird bei McLaren 2017 durch Vandoorne ersetzt. Perez bleibt indes bei Force India.

Der Italien GP der Formel 1 in Monza wird zum großen Transferbeben: Schon am Donnerstag verkündete Williams-Pilot Felipe Massa sein Karrierende zum Saisonfinale. Doch das war erst der Anfang:

Am Samstag nach dem Qualifying haute McLaren den nächsten Hammer raus: Ex-Weltmeister Jenson Button wird nächstes Jahr nicht mehr als Stammfahrer in der Formel 1 antreten! Der Champion von 2009 räumt sein Cockpit bei McLaren für das belgische Talent Stoffel Vandoorne.

Das McLaren-Team bei der Verkündung am Samstag

Die Überraschung: Trotzdem bleibt Button McLaren als Entwicklungsfahrer für weitere zwei Jahre erhalten. Der Brite unterschrieb für die Hintergrundrolle extra einen neuen Vertrag bis 2018 - selbst eine Rückkehr Buttons ins McLaren-Cockpit scheint zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen. Damit will Teamboss Ron Dennis Druck auf den jungen Belgier ausüben. Performt er nicht, hat McLaren mit Button eine Alternative.

Außerdem wurde am Samstag bekannt: Sergio Perez fährt auch nächste Saison weiter für Force India. Der Mexikaner, der dieses Jahr bereits mit zwei Podestplätzen überzeugen konnte, wurde zuletzt immer wieder mit einem Wechsel zu Renault in Verbindung gebracht - auch von AUTO BILD MOTORSPORT.

Tatsächlich hatten die Sponsoren des Mexikaners sich bereits für einen Wechsel zum Werksteam aus Frankreich entschlossen. Das Problem, das dann auftauchte: Wie ABMS erfuhr soll Movistar bei Renault andocken. Der spanische Telefonkonzern und seine Tochterunternehmen sind auf dem südamerikanischen Markt allerdings direkte Konkurrenz von Perez' Geldgeber Telmex. Deshalb wurde der Wechsel in der vergangenen Woche kurzerhand abgeblasen.

Sergio Perez fährt auch nächstes Jahr für Force India

Dazu kommt: Während die Franzosen anhaltend schlechte Form zeigen, mausert sich Force India immer mehr zur viertstärksten Kraft der Formel 1 - und das als Privatteam. Die Entwicklungsabteilung gilt als extrem effizient, der Mercedes-Motor weiter als stärkster der Formel 1. Perez hält sich so zudem alle Türen offen, sollte bei Ferrari für 2018 doch endlich ein Platz für den talentierten Mexikaner frei werden. Ganz unintelligent ist der Verbleib bei Force India also nicht.

Schlecht ist die aktuelle Konstellation indes für Mercedes-Junior Pascal Wehrlein. Der Deutsche, der heute mit Platz 14 im Qualifying erneut sein großes Talent aufblitzen ließ, galt als heißester Anwärter auf den Platz bei Force India. Wehrleins neuer Teamkollege bei Manor, Eesteban Ocon, profitiert hingegen von der Perez-Absage an Renault. Der Wechsel des jungen Franzosen zum Werksteam scheint spätestens jetzt sicher. Wer allerdings zweiter Pilot bei Renault wird, ist noch völlig unklar.

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: McLaren

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