Mercedes

Formel 1: Beide Mercedes mit Siegchancen

— 15.03.2014

Keine teaminterne Crashgefahr

Mit den Plätzen eins und drei dominierte Mercedes erwartungsgemäß das Auftakt-Qualifying in Melbourne: Droht jetzt der große Krach zwischen Hamilton & Rosberg?

Lewis Hamilton auf Startplatz eins, Nico Rosberg auf Rang drei: Mercedes ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Aber droht mit zwei Silberpfeilen an der Spitze jetzt etwa teaminterne Crashgefahr?

Rosberg bleibt gelassen

Nicht für Nico Rosberg. Der will von einem Zickenkrieg zwischen den Mercedes-Stars nichts wissen. „Für mich ist das überhaupt kein Thema und das wird sich auch schnell wieder erledigen“, sagt der Wiesbadener. „Wir sind hier um Rennen zu fahren, aber wir müssen auch an Mercedes denken. Deshalb werde ich Lewis nie mit der gleichen Art und Weise überholen wie einen Red Bull. Bei meinem Teamkollegen werde ich mit viel weniger Risiko vorgehen.“

Wolff vertraut Fahrern

Zickenkrieg? Von wegen! Bei der Pressekonferenz nach dem Qualifying waren Hamilton (li.) & Rosberg gut drauf...

Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hält nichts von Panikmache. Wolff zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Beide Fahrer haben einen intelligenten Kopf auf ihren Schultern. Natürlich sind beide Wettbewerbstiere, aber sie wissen auch, dass sie an das Team denken müssen. Ich erwarte jedenfalls keine Schwierigkeiten.“ Im Gegenteil: Im Vorfeld habe man sogar gewisse Spielregeln für den Fall eines Mercedes-internen Duells festgelegt. Wolff verrät: „Das war ein Mittagessen am Mittwoch letzter Woche bei einem Japaner in Brackley in sehr netter Atmosphäre, bei dem beide Fahrer, Paddy Lowe und ich anwesend waren. Dabei sind wir gewisse Szenarien durchgegangen, mit denen auch alle einverstanden waren. Alles andere also als eine Krisensitzung.“

Kein Zwist vorhanden

Auslöser für Gerüchte über schlechte Stimmung zwischen den Mercedes-Stars war ein Hamilton-Interview in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift F1Racing. Darin behauptet der Brite, dass er zwar weniger Zeit mit den Ingenieuren verbringe, aber auf das gleiche Ergebnis komme wie Teamkollege Rosberg. Wolff klärt auf: „Lewis wird manchmal als ein Fahrer dargestellt, der nicht viel für Technik übrig hat. Dabei ist er ein sehr intelligenter Bursche. Mit dieser Antwort wollte er sein Image einfach etwas gerade rücken, aber nicht gegen Nico schießen.“

Red Bull in Lauerstellung

Silber ist gewarnt: Red-Bull-Mann Ricciardo (re.) kann den Mercedes-Piloten am Sonntag gefährlich werden.

Teaminterne Crashgefahr ist damit kein Thema. Reifenverschleiß sehr wohl. Nico Rosberg warnt überraschend: „Neben der Zuverlässigkeit wird der Reifenverschleiß ein großer Faktor sein. Der hat mich im Training fast schon an letztes Jahr erinnert. Ich dachte eigentlich, wir hätten jetzt sehr konservative Reifen, aber das ist nicht ganz der Fall.“ AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Der Reifenverschleiß ist Mercedes’ Achillesferse. „Beim Red Bull bauen die hinteren Gummis jedenfalls nicht so schnell ab wie am Silberpfeil“, verrät Formel-1-Technikexperte Gary Anderson exklusiv. Rosberg erhebt Red Bull deshalb in den Mit-Favoritenstatus: „Hut ab vor deren Leistung. Das war stark. Die darf man nie abschreiben.“ Hamilton ist ganz Rosbergs Meinung: „Wir müssen jetzt mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. Noch haben wir das Rennen nicht gewonnen.“

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Getty Images

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