Red Bull

Formel 1: Berger versteht Vettel-Frust

— 13.06.2014

Ricciardo hat es leichter

Gerhard Berger sieht das Red-Bull-Duell differenziert: Dass Kanada-Sieger Daniel Ricciardo zuletzt oft die Nase vor Sebastian Vettel hatte, wundert den Österreicher nicht.

Das Jahr 2014 ist bisher noch nicht die Saison des Sebastian Vettel. Erst machten dem Deutschen eine Horrorvorbereitung im Winter und Probleme am RB10 das Leben schwer, nun fährt sein neuer und junger Teamkollege Daniel Ricciardo ein ums andere Mal vor ihm und zuletzt in Kanada sogar zum Sieg. Von einer Krise will der Weltmeister aber nichts hören... und erhält dabei Beistand von seinem Ex-Teamchef und Förderer zu Toro-Rosso-Zeiten, Gerhard Berger. 2007 und 2008 arbeiteten der ehemalige Ferrari-Pilot und Vettel bei Red Bulls Nachwuchsteam zusammen. Am Ende kam ein viel beachteter Sensationssieg im Regen von Monza raus.

Freude über P3 kleiner

Auch privat gute Freunde: Gerhard Berger (li.) & Sebastian Vettel beim gemeinsamen Bootsausflug

Auch wenn sich Vettel anschließend zu Red Bull und vier WM-Titeln aufmachte, ist Berger immer noch ein enger Vertrauter - und sagt mit Blick auf die Situation seines Ex-Schützlings: „Man muss seinen Frust verstehen. Sebastian ist viermal Weltmeister geworden. Das ist schon unglaublich genug, vier Jahre diesen mentalen Stress durchzustehen. Da kann es schon zu einer gewissen Müdigkeit kommen.“ Ist Vettel etwa satt? Berger relativiert seine Aussage im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT: „Wenn du immer gewinnst und plötzlich nicht mehr gewinnen kannst, dann freust du dich nicht mehr so sehr über dritte Plätze.“

Ricciardo genießt die Situation

„Dafür kann sich Sebastian nur schwer motivieren. Dieser Ehrgeiz, immer gewinnen zu wollen, ist ja auch ein Hauptmerkmal für seinen Erfolg.“ Hier sieht der Österreicher auch den Grund für die aktuellen Glanzleistungen von Teamkollege Ricciardo – und einen Vorteil für den Shootingstar. „Bei Daniel ist genau das Gegenteil der Fall. Der hatte nie ein so gutes Autos und genießt jetzt die Situation, aufs Podium fahren zu können. Da tut man sich logischerweise leichter mit allem.“ Doch auch wenn der Australier derzeit aufblüht, ist es laut Berger nur eine Frage der Zeit, bis Vettel wieder zurückschlägt. Der Österreicher: „Ich bin sicher, dass Sebastian wieder auf die Siegerstraße zurückkehren wird, wenn er das Material dafür hat.“

Das ausführliche Interview mit Gerhard Berger lesen Sie in der neuen AUTO BILD MOTORSPORT - Ausgabe #24 ab heute als Heft im Heft in AUTO BILD am Kiosk.

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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