Formel 1 beschließt Öko-Autos

Formel 1 beschließt Öko-Autos

— 28.09.2007

Ecclestone stänkert noch

Das Formel-1-Gesetz heißt Vollgas, Vollgas und nochmals Vollgas! Plötzlich ist alles anders. Und das ist kein Witz: Die Formel 1 will grüner werden.

Die Formel 1 ist auf dem Öko-Trip. Ab 2010 brettern nur noch Öko-Renner über den Asphalt! FIA-Boss Max Mosley (67) vereinbarte mit den Herstellern, dass in drei Jahren ausschließlich Hybrid-Autos eingesetzt werden dürfen. "Der technische Wettbewerb sollte auf die Dinge begrenzt sein, die verständlich und potenziell nützlich sind wie zum Beispiel KERS (Kinetic Energy Recovery System – Energie-Rückgewinnung)", hatte Mosley von den F-1-Teams schon in Spa (16. September 2007) eingefordert. Eine FIA-Sprecherin bestätigte auf Anfrage von AUTO BILD MOTORSPORT die mündlichen Verhandlungen. Die Öko-Renner haben (statt wie bisher 800 PS) dann nur noch 657 PS und ziehen sich rund 80 PS aus der gespeicherten Energie, die beim Bremsen des Wagens und dem Verbrennen von Kraftstoff entsteht. Die Piloten können per Zusatzknopf am Lenkrad die Öko-Leistung abrufen. Die Verbands-Bosse wollten schon immer vom Image als Umwelt-Verpester runter kommen. Gelingt so der Wandel? Einer stänkert gegen Öko! Formel-1-Vermarkter Bernie Ecclestone (74): "Ich bezweifle, dass der Hybrid die Hersteller glücklich macht. Ich bezweifle auch, dass sie ihn eingefordert haben. Mir scheint, dass die FIA in vorauseilendem Gehorsam etwas lostritt. Vielleicht will sie, dass man draußen glaubt, wir würden etwas für die Umwelt tun." Am Sonntag beim Großen Preis von Japan heißt es jedenfalls weiter nur mit Benzin.

Info Hybrid Antrieb

So funktioniert der Hybrid-Antrieb.

Das Wort "Hybrid" kommt aus dem Griechischen, bedeutet "gemischt, von zweierlei Herkunft". Der Hybrid-Antrieb vereint zwei Systeme: einen Verbrennungs- sowie einen Elektromotor. Zum Anfahren und für Geschwindigkeiten bis 30 km\h eignet sich der Elektromotor. Für höheres Tempo ist der Verbrennungsmotor besser. Bei Überholvorgängen wird schnell eine hohe Kraftentfaltung gebraucht. In diesem Moment arbeiten dann beide Motoren gemeinsam. Die Batterien des Elektromotors liefern zusätzliche Power, die Beschleunigung wird kraftvoller. Bei jedem Bremsvorgang entsteht Energie, die ein Generator in den Batterien speichert. Die Kraftquelle für den Elektro-Zusatzmotor.

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