Die besten Bilder aus Baku

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Formel 1: Bestzeit für Verstappen

— 23.06.2017

Hamilton wieder mit Reifenproblemen

Bestzeit in beiden Baku-Trainings für Max Verstappen. Red Bull mit guter Pace, enger Dreikampf mit Ferrari und Mercedes droht. Viele Dreher und Verbremser.

Max Verstappen war der Mann des Tages am Freitag in Baku: Der Holländer im Red Bull erzielte in beiden Sessions die Bestzeit - und beendete das Training obendrein auch noch mit einem Abflug eine Minute vor Ablauf der Uhr. Trotz seines späten Patzers: Red Bull zeigte sich in starker Verfassung auf dem schnellen Straßenkurs in Aserbaidschans Hauptstadt. Zweiter hinter Verstappen wurde mit einem Zehntel Rückstand Mercedes-Pilot Valtteri Bottas, knapp vor Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull - am Vormittag war der Australier noch Zweiter hinter Verstappen.
Alle Ergebnisse auf einen Blick: Die Zeiten aus Baku

Noch hinter Stallrivale Kimi Räikkönen reihte sich WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel als Fünfter ein. Der Heppenheimer verfehlte auf dem kniffligen Stadtkurs in seinem Ferrari oft die Ideallinie und musste mehrfach in den Notausgang ausweichen - genauso wie Titelrivale Lewis Hamilton. Der Mercedes-Star schaffte es mit großem Abstand sogar nur auf den zehnten Rang.

Lewis Hamilton kämpfte mal wieder mit den Reifen

"Lewis hatte noch ein bisschen Probleme, den Rhythmus hier in Baku zu finden. Wir hatten keine saubere Session, viel Verkehr, der ihn zu ungünstigen Zeitpunkten erwischt hat und auch ein paar Ausrutscher. Es kam alles zusammen", erklärte Mercedes-Sportchef Toto Wolff. Der Österreicher ist gewarnt: "Es scheinen hier drei oder sogar vier Teams absolut konkurrenzfähig zu sein, auch auf dem Longrun. Umso wichtiger wird es, morgen vorne zu stehen."

Hamilton selbst glaubt trotz seines schwachen Auftakts, dass dies noch möglich ist. "Wir sind noch im Kampf um die Pole dabei. Valtteri hat heute eine gute Pace gezeigt und wenn ich meine schnellste Runde beende, bin ich auch da vorne", so der Brite. Hamilton beklagte allerdings auch große Schwierigkeiten mit den Reifen. "Sie scheinen hier einfach nicht zu funktionieren, beziehungsweise nur in einem sehr kleinen Abeitsfenster. Es ist komisch", sagte der Mercedes-Star, der ähnliche Probleme diese Saison auch schon auf den Stadtkursen in Sotschi und Monaco hatte.

Auch Max Verstappens Arbeitstag endete in der Mauer

Was passiert, wenn ein Fahrer in den engen Gassen Bakus das Ausweichen in den Notausgang auf Biegen und Brechen vermeiden will, zeigte Renault-Pilot Jolyon Palmer: Wie in der Vormittagssession schon Sergio Perez schlug auch der Brite in der engen Kurve acht ein und sorgte für einen Unterbrechung des Trainings. Teamkollege Nico Hülkenberg steuerte den zweiten Renault auf den 15. Rang am Nachmittag. Pascal Wehrlein wurde im Sauber 18.

Weiter in der Krise steckt McLaren-Honda. Fernando Alonso schied mit einem rauchenden MCL32 aus - ein Getriebeschaden beendete mal wieder vorzeitig die Sessions des Spaniers, der beim Aussteigen wütend seinen Kopfschutz wegwarf. Auch ohne die Probleme vom Freitag starten Alonso und Teamkollege Stoffel Vandoorne wegen Motorstrafen von ganz hinten beim Rennen in Aserbaidschan am Sonntag (15.00 Uhr/RTL und Sky).

So lief das erste Training:

Überraschend starker Auftritt von Red Bull beim ersten Aufgalopp der Formel 1 in Baku. Max Verstappen erzielte mit einer Zeit von 1:44.410 Minuten im ersten Training am Freitag die Bestzeit auf dem Stadtkurs, eine knappe halbe Sekunde vor Teamkollege Daniel Ricciardo. Die beiden Red-Bull-Piloten setzten dabei jedoch auf die superweiche Reifenmischung, anders als Sebastian Vettel, der im Ferrari mit 0,557 Sekunden Rückstand Dritter wurde.
Alle Ergebnisse auf einen Blick: Verstappen mit erster Bestzeit

Video: Formel 1 Ausblick Baku

Hier müssen in Baku die Bremsen greifen

Neben Vettel fuhr aus der Spitzengruppe sonst nur Lewis Hamilton mit der weichen Reifenmischung. Der Brite im Mercedes wurde Fünfter, direkt vor Teamkollege Valtteri Bottas. Zwischen die beiden WM-Anwärter Vettel und Hamilton quetschte sich Sergio Perez. Für den Force-India-Pilot war es trotz des guten vierten Platzes keine erfreuliche Session - denn Perez zerlegte sein Auto etwas mehr als zehn Minuten vor dem Ende in der ultraengen Kurve unterhalb der Burg.

Sebastian Vettel wurde mit den Soft-Reifen Dritter

Die Session wurde daraufhin unterbrochen, für Perez war sie mit einem stark demolierten Force India ohnehin vorzeitig beendet. Kleiner Trost für den Mexikaner: Sein Unfall könnte auch ein gutes Omen sein. Denn auch im Vorjahr crashte Perez im Baku-Training, raste im Rennen aber noch aufs Podium.

Weniger positiv sind die Aussichten einmal mehr bei McLaren-Honda. Stoffel Vandoorne und Fernando Alonso belegten im Training nur die Ränge 15 und 17 - schlimmer aber noch: Wegen des umfangreichen Wechsels verschiedener Motorteile, müssen die beiden McLaren-Stars in Baku von ganz hinten starten. Vandoorne bringt es schon zu Beginn des Wochenendes auf 30 Strafplätze, Alonso immerhin auf 15.

Mäßig verlief das erste Training auch für die beiden anderen Deutschen im Feld. Nico Hülkenberg kam im Renault nicht über Rang 14 hinaus, Pascal Wehrlein wurde im Sauber Vorletzter - konnte dabei aber immerhin Teamkollege Marcus Ericsson hinter sich lassen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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