Formel 1: Bildergalerie - Crashs

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Formel 1: Bildergalerie Monaco-Unfälle

— 24.05.2017

"Herz und Eier in die Hand nehmen"

Es ist das Highlight des Jahres in der Formel 1: Der Monaco GP. Die deutschen Piloten erzählen, was sie an der Strecke an der Côte d‘Azur fasziniert.

Bei diesen Zahlen wird selbst den Formel-1-Piloten schwindelig. 1482 Kurven, davon 624 nach links und 858 nach rechts, 4290-mal schalten, mit fast 300 km/h Höchstgeschwindigkeit durch die Häuserschluchten von Monte Carlo. So abgefahren ist die Formel 1 in Monte Carlo!

Der Große Preis im Fürstentum an der Côte d‘Azur, der an diesem Wochenende zum 71. Mal ausgetragen wird, strotzt nur so vor Superlativen. Hier wird Champagner gekotzt statt getrunken. Hier treffen die Reichen und Schönen aufs Formel-1-Fußvolk. Und hier gewinnen im engen Leitplankenkanal nur die Besten der Besten.

Formel 1: Die größten Monaco-Unfälle

Monaco-Unfälle


Nelson Piquet verglich den Grand Prix von Monaco mit Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer, Formel-1-Legende Ayrton Senna will während seiner Runde auf dem Weg zur Pole-Position 1989 „Gott gesehen“ haben.

Trotz aller modernen Technik in ihren Autos können das auch die aktuellen Formel-1-Stars noch nachvollziehen. Ferrari-Star Sebastian Vettel (28) hofft in Monaco auf den Fahrer-Faktor. „Monte Carlo hat seine eigenen Gesetze, und als Fahrer kann man da den Unterschied machen“, sagt er. Nach Platz zwei in Barcelona will der Hesse seinen dritten Saisonsieg.

Vettels Schlüsselstelle: die Kurvenkombination vorbei am Casino. Er beschreibt: „Du rutscht gnadenlos auf bedrohlich aussehende Leitschienen zu, während dein Auto von der Straße immer wieder ausgehebelt wird. Willst du hier richtig schnell sein, darfst du nur einen Millimeter zwischen deinen Rädern und den Leitplanken Platz lassen.“ Sein Fazit: „Nur wer die Mauer streift, fährt auf die Pole-Position. Das ist eine brutale Instinktrunde.“ Renault-Pilot Nico Hülkenberg (28) wohnt seit zwei Jahren in Monacos neuem Stadtteil Fontvieille. „Das ist die Mutter aller Schlachten“, sagt er. „Auf keiner anderen Strecke bekommst du so einen Kick. Du hast das Gefühl, dein Herz steckt in deinem Mund, und das Adrenalin schießt dir durch den Körper.“ Dabei ist die körperliche Beanspruchung geringer als die mentale. Hülkenberg: „Die Konzentration ist 20 bis 30 Prozent höher als auf anderen Strecken.“ Seine Mutkurve: Tabac. Eine schnelle Links, die mit Tempo 180 genommen wird. „In Monte Carlo muss man Eier und Herz in die Hand nehmen. Das ist der sprichwörtliche Ritt auf der Rasierklinge. Du gehst Schritt für Schritt näher an die Leitplanke. Ein wahrer Kampf mit der Strecke", erklärt der Emmericher.

Sauber-Pilot Pascal Wehrlein (21) will Monaco nach seinem starken Auftritt in Barcelona mit Platz acht den Beweis antreten, dass der GP Spanien keine Eintagsfliege war. „Ich freue mich total darauf“, jubelt er schon im Voraus. „Das ist eine der Strecken, die man immer mal besiegen will.“

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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