Formel 1: Startunfälle

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Höchste Crashgefahr beim Auftakt!

Wenn es am Start kracht, dann oft richtig. Es gibt viele Strecken, da sind Startunfälle programmiert. Der Auftakt in Melbourne ist ein solches. Alle Bilder, alle Infos.
Der Start ist oftmals der spannendste Moment eines Rennens. In dem Sekundenbruchteil, in dem die Ampellichter erlöschen, breschen 20 Fahrer los. Fast 20.000 PS, jeder Fehler kann eine unglückliche Kettenreaktion auslösen, 20 Autos müssen sich wie durch ein Nadelöhr in Kurve eins einfädeln. Wenn es kracht, dann oft richtig. Immer wieder gibt es Massenunfälle am Start, mit Totalschäden in Millionenhöhe.
Am häufigsten krachte es – wen wundert‘s – im engen Leitplankenkanal von Monaco. 61 Fahrer schieden hier schon in Runde eins durch einen Unfall oder eine Kollision aus. Allerdings gastierte hier die Formel 1 auch schon 64 Mal. Im Schnitt landet Monaco damit von den aktuellen Formel-1-Strecken nur auf Platz drei.
Am meisten scheppert es Sotschi (Russland). Im Schnitt 1,75 Fahrer müssen hier schon in Runde eins die Segel streichen. Der Auftakt in Melbourne landet aber schon auf Rang zwei (1,27). Hier gibt es immer wieder größere Massenunfälle. Australien 2002 zum Beispiel, als Ralf Schumacher mit seinem BMW-Williams über den Ferrari von Rubens Barrichello flog. Oder 1996, als Martin Brundle im Jordan-Peugeot über den McLaren-Mercedes von David Coulthard kletterte und sich spektakulär überschlug.

Singapur 2017 war der letzte große Startunfall

Auch in Hockenheim herrscht höchste Crashgefahr. 1994 strandeten gleich zehn Fahrer in Runde eins – ein Rekord. Mika Häkkinen (McLaren-Peugeot) wurde als Auslöser dingfest gemacht und für zwei Rennen gesperrt. Zehn Fahrer erwischte es auch in Monaco 1950, als hinter der Tunnelausfahrt eine Welle vom Mittelmeer über die Strecke schwappte und zehn Fahrer von der Strecke spülte. Der Legende nach erwischte es den langjährigen Rekordweltmeister Juan-Manuel Fangio nur deshalb nicht, weil er Warnungen eines Zuschauers auf den Tribünen erkannte und daher vom Gas ging.
Den größten Schrottplatz fabrizierte die Formel 1 1998 im Regen vom Belgien. 13 Autos demoliert, Schaden im zweistelligen Millionenbereich, Neustart, wieder ein Unfall. Sieben Fahrer haben nicht einmal eine Runde auf dem Konto, trotz eines zweiten Versuchs, zu dem vier Piloten erst gar nicht antreten konnten.
Crashpilot Räikkönen: Nur vier Fahrer crashten öfter
Rubens Barrichello war übrigens in die meisten Startunfälle verstrickt. Zwölf Mal war für ihn deshalb schon in Runde eins Schluss. Doch der Brasilianer stürzte sich auch 323 Mal in den Kanonenhagel eines Formel-1-Starts – mehr als jeder andere Fahrer in der Geschichte der Königsklasse. Jarno Trulli belegt mit elf Startcrashs Rang zwei, Kimi Räikkönen erwischte es neun Mal, Nico Hülkenberg acht Mal, Sebastian Vettel liegt mit sieben Unfällen in der ersten Runde auch schon in den Top 10.
Strecken mit den meisten Ausfällen durch Startcrashs
1. Monaco 61
2. Spa-Francorchamps 33
3. Monza 31
4. Melbourne 28
4. Hockenheim 28
6. Silverstone 25
7. Interlagos 22
8. Montreal 21
9. Barcelona 19
10. Suzuka 18

Formel 1: Startunfälle

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance

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