Die besten Bilder aus Abu Dhabi

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Formel 1: Bottas gewinnt Saisonfinale

— 26.11.2017

Vettel: Vizetitel trotz "Abreibung"

Valtteri Bottas feiert beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi seinen dritten Grand-Prix-Sieg und verweist Lewis Hamilton und Sebastian Vettel auf die Plätze.

Zum Abschluss der Saison darf bei Mercedes die Nummer zwei feiern: Valtteri Bottas münzt seine Pole-Position beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi in den Sieg um. Mit 3,899 Sekunden Vorsprung auf Stallgefährte Lewis Hamilton überquert er die Ziellinie als Erster. Für Bottas ist es nach den Erfolgen in Russland und Österreich der dritte Sieg in diesem Jahr.

Tolle Bilder: Die Sieger feiern unter einem Feuerwerk

"Wir Finnen zeigen unsere Emotionen ja nicht so, aber das heißt nicht, dass wir keine haben. Ich bin sehr happy", grinst Bottas auf dem Podium. "Für mich ist das ein sehr wichtiger Sieg nach der schweren zweiten Saisonhälfte, die ich hatte. Es war ein tolles Wochenende", erklärt der Mercedes-Pilot. "Ich habe die Pace und das Rennen heute gut managen können, das war wirklich ein nettes Gefühl", freut sich Bottas.

Zum Vizetitel reicht Bottas der Sieg aber nicht mehr - Platz zwei in der Weltmeisterschaft geht an Sebastian Vettel, der 19,330 Sekunden hinter dem Sieger als Dritter ins Ziel fährt. Für den Ferrari-Star ist vor allem der Rückstand "eine Abreibung. Wir konnten Mercedes heute nicht antasten." Die Kosequenz: "Ich hatte ein ziemlich einsames Rennen, es war nicht so aufregend", findet Vettel. "Mein Start war gut, aber danach hatte ich ein bisschen einen Bremsplatten. Nach vier, fünf Runden sind sie mir vorne schon weggezogen."

Platz drei für Vettel: Genug für den Vizetitel in der WM

Vettel weiter: "Ich bin im zweiten Stint zwar besser in den Rhythmus gekommen, unsere Pace war dann stärker - aber nicht gut genug, um mit den beiden vorne mitzuhalten." Ein Sinnbild auch für die Saison, wie der Deutsche mit Blick auf Mercedes feststellt: "Ich hasse es zu sagen, aber Lewis verdient den Titel. Er und Mercedes waren dieses Jahr besser." Rang drei in Abu Dhabi ist für den Heppenheimer trotzdem ein versöhnlicher Saisonabschluss: "Es ist schön, nochmal auf dem Podium zu sein. Das Team verdient es", sagt Vettel nach der 99. Podestplatzierung seiner Karriere.

Den Blick richtet der Ferrari-Star aber umgehend nach vorne. "Ab jetzt sind alle Augen auf nächstem Jahr", so Vettel. "Alles in allem haben wir dieses Jahr eine starke Performance gezeigt, auch wenn wir nicht ganz schnell genug waren. Es ist aber keine Schande, so Zweiter zu werden, wie wir es geworden sind." Der Deutsche fügt an: "Wir wollen natürlich mehr und werden im Winter weiter pushen, um nächstes Jahr in noch besserer Verfassung zu sein. Wir kommen stärker zurück."

Bitteres Aus: Ricciardo musste den Red Bull abstellen

Vierter hinter Vettel wird Teamkollege Kimi Räikkönen, der damit auch den vierten Rang in der WM-Wertung eintütet - dabei profitiert der Finne vom Ausfall Daniel Ricciardos. Der Australier rollt mit einem Hydraulikdefekt an seinem Red Bull aus. Für Ricciardo der dritte Ausfall in den letzten vier Rennen. Immerhin Stallgefährte Max Verstappen nimmt als Fünfter ein paar Punkte für das österreichisch-britische Team mit.

Großer Jubel indes bei Renault: Nico Hülkenberg liefert eine tolle Vorstellung ab, holt sich trotz Fünf-Sekunden-Strafe und eines verpatzten Boxenstopps Platz sechs - dieser reicht dem Team aus Enstone, um in der Konstrukteurswertung noch Toro Rosso vom sechsten Rang zu verdrängen.
Der Endstand in der WM-Wertung: Hier im Überblick

Einen würdigen Abschied erlebt auch Felipe Massa. In seinem 269. und letzten Grand Prix fährt der Brasilianer noch einmal in die Punkte, wird Zehnter. Sauber-Pilot Pascal Wehrlein beendet sein voraussichtlich letztes Rennen für die Schweizer auf dem 14. Rang.
Mit Feuerwerk und Donuts: Massa verabschiedet sich

So lief der Samstag:

Fliegender Finne unter Flutlicht: Valtteri Bottas ist im Qualifying der Mann der Stunde. Zwei Wochen nach seiner Pole in Sao Paulo ist Bottas auch im Zeittraining zum Saisonfinale nicht zu schlagen. Mit einem neuen Rundenrekord von 1:36.231 Minuten schnappt sich Bottas seine vierte Pole in der Formel 1, die zweite in Folge.
Alle Zeiten und Zahlen hier: Die Ergebnisse im Überblick

"Heute wurde es immer besser. Ich habe im Verlauf des Trainings und im Qualifying immer mehr Zeit gefunden, hatte alles unter Kontrolle", freut sich der Finne. "Das Auto hat sich sehr gut angefühlt. Mein erster Run in Q1 war gut genug für die Pole, ich bin echt happy." Am Sonntag will es Bottas nun vor allem am Start besser machen als vor zwei Wochen. "Ich ärgere mich immer noch, dass ich den Sieg in Brasilien von der Pole aus verpasst habe. Ich habe für morgen also ein klares Ziel", so Bottas.

Hamilton war als erster Gratulant bei Kollege Bottas

Lob gibt es von Teamkollege Lewis Hamilton, der sich Bottas nach einem Fehler in der Zielkurve um 0,172 Sekunden geschlagen geben muss. "Was für eine Runde von Valtteri! Er hat ein unglaubliches Qualifying abgeliefert, gratulation an ihn", so Hamilton, der seinen Stallgefährten bei den Interviews auf der Start-Ziel-Geraden herzlich umarmt. "Ich freue mich für Valtteri, klasse Job von ihm. Ich habe auch alles gegegeben, aber die Pace im Qualifying irgendwie bisschen verloren", erklärt Hamilton.

Dritter hinter den Silberpfeilen wird Ferrari-Star Sebastian Vettel - allerdings schon mit 0,546 Sekunden Rückstand. "Es war eine gute Session, auch wenn es natürlich schade ist, dass wir so weit hinten sind", sagt Vettel. Für den Grand Prix hat der Heppenheimer aber Hoffnung: "Ich denke unsere Rennpace ist ein bisschen besser, da sind wir näher dran. Das Überholen ist hier nicht ganz so einfach, aber wir versuchen ihnen vorne Druck zu machen", so der Ferrari-Star.

Vierter hinter Vettel wird Daniel Ricciardo im Red Bull. Der Australier verweist mit seiner Runde in letzter Sekunde Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari und Teamkollege Max Verstappen auf die Plätze fünf und sechs.

Ein starkes Qualifying zeigt auch Nico Hülkenberg. Während Renault-Teamkollege Carlos Sainz schon in Q2 scheitert, schaffte es der Emmericher ins Top-10-Shootout und auf den hervorragenden siebten Startplatz. Pascal Wehrlein beendet das letzte Qualifying des Jahres auf dem 18. Platz im Sauber.

So lief das Abschlusstraining:

Weltmeister Lewis Hamilton geht als Favorit in den Kampf um die Startplätze für den Abu Dhabi GP (14.00 Uhr deutscher Zeit). Der Brite dreht zwei Stunden vor dem Qualifying mit einer Zeit von 1:37.627 MInuten einen neuen Rundenrekord auf dem Yas Marina Circuit und bestätigt damit seine Bestzeit aus dem zweiten Training am Freitag.
Alle Zeiten und Zahlen hier: Die Ergebnisse im Überblick

Silberpfeil-Teamkollege Valtteri Bottas, am Freitag noch Fünfter, reiht sich mit zweieinhalb Zehnteln Rückstand auf Hamilton als Zweiter ein. Schon über eine halbe Sekunde fehlt dem besten Nicht-Mercedes: Kimi Räikkönen ist als Dritter dabei der schnellere der beiden Ferraris, verweist Teamkollege Sebastian Vettel um 17 Tausendstel auf den vierten Rang.

Ein mutiger Streckenposten entfernt den Schirm

Für Aufregung sorgt im Training am Samstagnachmittag (Ortszeit) ein riesiger Sonnenschirm, der vom Wind auf die Strecke geweht wird. Die Rennleitung ruft wegen des ungewöhnlichen Hindernisses kurzzeitig das virtuelle Safety-Car aus - anschließend sprintet ein mutiger Streckenposten auf die Bahn und sammelt den Schirm wieder ein, der sich offensichtlich an einem der vielen Posten für die Streckenhelfer aus der Verankerung gelöst hat.

Zumindest im Qualifying sollte sich diese Panne im windigen Abu Dhabi aber nicht mehr wiederholen: Das Zeittraining steigt um 17.00 Uhr Ortszeit bei Einbruch der Dämmerung - die Sonnenschirme dürften dann bereits zugeklappt sein...

So lief der Freitag:

Unter Flutlicht dreht Weltmeister Lewis Hamilton den Spieß um und sichert sich mit einer Zeit von 1:37.877 Minuten die Tagesbestzeit auf dem Yas Marina Circuit. Ferrari-Star Sebastian Vettel, der im ersten Training zur Mittagszeit (Ortszeit) noch Schnellster war, muss sich in der zweiten Session mit 0,150 Sekunden Rückstand auf den Mercedes-Piloten mit dem zweiten Platz begnügen.
Alle Zeiten und Zahlen hier: Die Ergebnisse im Überblick

"Es geht eng zu und ich gehe davon aus, dass das auch morgen so bleibt", lautet Vettels erstes Fazit nach dem Freitag. Unzufrieden war Vettel mit dem Einstand auf dem Wüstenkurs aber nicht. "Es war ein solider Auftakt, wenn wir noch ein bisschen was rausquetschen können, sollte es gut ausschauen", so der Heppenheimer.

Mit knapp drei Zehnteln Rückstand auf die Bestzeit reiht sich Vettels Ex-Teamkollege Daniel Ricciardo im Red Bull als Dritter ein. "Für uns war die Session gut. Mit Blick auf die Rennpace sehen wir mit wenig Sprit besser aus als mit viel. Ich denke aber, das können wir noch ausmerzen morgen. Generell war es ein guter Nachmittag", so Ricciardo.

An die Pace von Mercedes kommt die Konkurrenz aber noch nicht ganz ran. Vor allem Hamilton kann am Wochenende im Vergleich zu seinen Konkurrenten auf einen neuen und stärkeren Motor setzen. Nach seinem Qualifying-Crash vor zwei Wochen in Brasilien startete der Weltmeister in Sao Paulo vom Ende des Feldes. Mercedes nutzte die Gelegenheit und stattete seinen Top-Star dabei mit einem brandneuen Aggregat aus - Hamilton darf im letzten Rennen des Jahres am Sonntag (Start 14.00 Uhr deutscher Zeit) entsprechend aus allen Rohren feuern.

"Ich erwarte aber auch von Ferrari noch mehr. Wir werden heute Nacht ein paar Änderungen mit dem Set-Up vornehmen und hoffen, wir können uns damit auch noch einmal verbessern", verrät Hamilton nach seiner Bestzeit. "Es war sehr windig heute, das hat es kniffelig gemacht. Wichtig ist es, das Auto bei diesen Bedingungen bestmöglich zu verstehen. Aber alles in allem war es ein positiver Tag."

Noch nicht ganz bei der Musik ist am Freitag Silberpfeil-Teamkollege Valtteri Bottas. Der Finne wird noch hinter Landsmann Kimi Räikkönen im Ferrari Fünfter, satte sechseinhalb Zehntel fehlen ihm schon auf Stallgefährte Hamilton. Max Verstappen im Red Bull rundet die Top-6 in der Abendsession ab.

Besser läuft das zweite Training für Renault-Pilot Nico Hülkenberg, der sich nach Platz 17 zum Auftakt unter Flutlicht auf die neunte Position verbessert. Pascal Wehrlein im Sauber beendet den Tag auf dem 17. Rang.

So lief das erste Training:

Perfekter Einstand für Sebastian Vettel ins letzte Rennwochenende des Jahres: Der Deutsche schnappt sich im ersten Training zum Abu Dhabi GP mit einer Rundenzeit von 1:39.006 Minuten die Bestzeit auf dem Yas Marina Circuit. Mercedes-Rivale Lewis Hamilton wird Zweiter. Dem Briten fehlen beim ersten Warmfahren 0,120 Sekunden auf Vettel.
Alle Zeiten und Zahlen hier: Die Ergebnisse im Überblick

Die Blicke am Freitag zieht jedoch vor allem Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen auf sich. Der Finne fährt zu Beginn der Session mit mehreren Messgittern und -vorichtungen an seinem Ferrari aus der Box. Ex-F1-Pilot und Sky-Experte Anthony Davidson erklärt: "Ferrari sammelt Daten für die Weiterentwicklung des hinteren Diffusors und über die Luftverwirbelungen hinter den Hinterreifen."

Normalerweise kommen derartige Messinstrumente nur bei Testfahrten zum Einsatz. Davidson gibt aber zu bedenken: "Es gibt kaum eine andere Trainingssitzung im Jahr, die so wertlos für die Rennabstimmung ist wie diese hier. Deswegen nutzen die Teams sie als Test." Der Grund: Qualifying und Rennen in Abu Dhabi finden jeweils um 17.00 Uhr Ortszeit und bei Einbruch der Dämmerung statt. Davidson: "Dann gehen die Temperaturen deutlich runter. Die Werte und Zeiten sind also nicht repräsentativ für das weitere Wochenende."

Nutzen haben die gesammelten Daten aber natürlich trotzdem - für 2018 und die Entwicklungsausrichtung der Boliden. Keine Überraschung ist es daher zum Beispiel, dass Silberpfeil-Pilot Valtteri Bottas gegen Ende der Session eine Ausfahrt mit dem Halo-Bügel wagt, der ab kommender Saison verpflichtend zum Einsatz kommt. Bottas beendet die Session als Fünfter, noch hinter Red-Bull-Star Max Verstappen und Kimi Räikkönen.

Sauber-Pilot Pascal Wehrlein schafft es im Training immerhin auf die 16. Position - und ist damit einen Platz besser als Landsmann Nico Hülkenberg im Renault.

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance / F1 / Sky Sports F1

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