Formel 1: Die besten Bilder vom Kanada GP

Formel 1: Bottas schlägt Hamilton

Hamilton patzt auf Paradestrecke

Lewis Hamilton landet im Kanada-Qualifying nur auf Rang vier - und erst zum zweiten Mal in seiner Karriere hinter einem Teamkollegen.
Sechs Poles und sechs Siege hat Lewis Hamilton in seiner Karriere in Montreal schon geholt. „Das hier ist eigentlich seine Strecke. Normal ist er hier immer auf Pole“, wundert sich Ex-Teamkollege und TV-Experte Nico Rosberg. Der Deutsche ist bis Samstag der einzige Teamkollege, der Hamilton im Qualifying auf dem Circuit Gilles Villeneuve je geschlagen hat (2014) - nun teilt er sich diesen Rekord mit Valtteri Bottas (P2).
„Für Lewis ist das hart und schon ein ziemlicher Rückschlag. Mit Startplatz vier hat er sich das Leben für morgen sehr schwer gemacht“, so Rosberg.

Ernste Gesichter bei Mercedes nach dem Qualifying

Hamilton selbst sucht nach dem Qualifying keine Ausreden: „Es waren einfach keine guten Runden“, räumt der Brite ein. Kritik gibt es auch von Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Der Österreicher sagt zu ABMS: „Lewis hat viel zu viele Fehler gemacht. Und alle in der Haarnadel.“
In der Spitzkehre verbremst sich Hamilton am Samstag mehrmals. Nicht nur die Chancen auf die Pole wirft er dort in Q3 weg - deutlich teurer kann den Briten noch ein kapitaler Verbremser auf seinem schnellsten Run in Q2 zu stehen kommen: Immerhin muss Hamilton mit diesem Satz Hypersoft-Reifen ins Rennen starten.
„Es war eine schwere Session, bei mir ging nicht viel voran“, zeigt sich Hamilton ratlos. „Unsere Race-Pace sah gestern ganz gut aus. Das galt aber auch für die auf eine schnelle Runde und davon war heute nichts mehr zu sehen.“

Zumindest Valtteri Bottas konnte auf P2 überzeugen

Dass die verschobene Ausbaustufe des Mercedes-Motors, und der Einsatz des alten Aggregats, den Effekt von Mercedes' berühmtem 'Party-Modus' hat verpuffen lassen, will Hamilton nicht bestätigen. „Mit dem Motor hatte es nichts zu tun. Es war ja auch sehr eng mit Ferrari, aber sie haben heute einfach den besseren Job gemacht.“
Genauso wie Teamkollege Bottas. Der Finne sieht das Glas trotz seines Sieges im internen Duell gegen Hamilton aber nur halbvoll. „Natürlich ist die erste Reihe gut. Aber wenn es so knapp zugeht, ist es immer nervig, wenn man am Ende nicht vorne steht“, ärgert sich Bottas.

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen