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Formel 1: Bottas verteidigt sich

— 27.04.2017

Mercedes noch nie mit Nummer 2

Valtteri Bottas nennt Gründe für sein enttäuschendes Abschneiden zuletzt in Bahrain und erklärt, warum es bei ihm ab jetzt bergauf gehen wird.

Valtteri Bottas reagierte cool, das ein oder andere ungläubige Lächeln konnte sich aber auch der Finne nicht verkneifen. Besonders die britischen Pressevertreter löcherten den Finnen in der Pressekonferenz vor dem Russland GP mit Fragen zu seinem vermeintlichen Nummer-2-Status bei Mercedes.

„Dieses Team hatte nie eine Nummer 1 und Nummer 2. Das ist auch nicht geplant. Es soll immer die gleiche Chance für beide Fahrer geben“, sagte Bottas und verneinte, dass es bei Mercedes intern bereits Gespräche über eine klare Rangordnung gegeben hat - trotz der Stallorder zuletzt in Bahrain. „Lewis und ich hatten zu dem Zeitpunkt verschiedene Strategien, deswegen gab es so einen massiven Unterschied. Das hat mich sehr schlecht und langsam aussehen lassen“, verteidigte sich Bottas.

Valtteri Bottas bekam in Sotschi unangenehme Fragen

Vorausgegangen war eine Kette an Problemen. „Schon vor dem Start hatten wir einen defekten Generator“, so Bottas. Das sorgte dafür, dass die Heizdecken an den Reifen seines Mercedes nicht funktionierten. Die Ingenieure versuchten das Problem über ein Justieren der Reifendrücke zu beheben, was darin resultierte, dass Bottas’ Pneus im ersten Stint deutlich überhitzten. „Im zweiten Stint wurde es besser, aber ich war erneut auf supersoft, Lewis auf soft“, erklärte Bottas, der seinem deshalb deutlich schnelleren Teamkollegen Platz machen musste.

In einer vergleichbaren Situation werde er dies auch wieder tun, bekannte der Finne in Sotschi. „Ich bin ein Teamspieler. Auf lange Sicht zahlt sich das aus – für das Team und für dich“, ist Bottas überzeugt. Angst, zum Wasserträger für Dreifach-Weltmeister Hamilton degradiert zu werden, hat er keine. „Wir haben eine normale, aber sehr gute und professionelle Beziehung als Teamkollegen“, so Bottas, der überzeugt ist: „Wir kämpfen es hart auf der Strecke aus.“

Bottas' Fazit nach seinen ersten 100 Tagen als Mercedes-Pilot fällt indes gemischt aus. Mit Hamilton habe er „einen der schnellsten Fahrer aller Zeiten“ als Teamkollegen, erklärte der Finne. „Deshalb habe ich immer gewusst, dass es eine große Herausforderung wird. Ich würde also nicht sagen, dass ich es unterschätzt habe.“ Doch: „Mein Ziel war es, ab dem ersten Rennen und Qualifying immer das Beste rauszuholen und ich habe nicht ganz das Gefühl, dass mir das komplett gelungen ist.“

Die Probleme will Bottas beim Test behoben haben

Vor allem mit seinem Dreher hinter dem Safety-Car in China, den Bottas am Donnerstag als „wahrscheinlich größten Fehler meiner bisherigen Karriere“ bezeichnete, hadert er noch immer. „Ich hatte noch kein ganz sauberes Rennen. Melbourne war noch am besten, in China und Bahrain hatte ich dann aber technische Schwierigkeiten“, beklagte Bottas.

Immerhin: Die zuletzt aufgetretenen Reifen-Probleme will er beim Test in Bahrain gelöst haben. „Dort konnte ich viele Dinge ausprobieren und wir haben als Team Kleinigkeiten gefunden.“ Auf diese kommt es laut Bottas 2017 vermehrt an. Denn: „Der Kampf mit Ferrari ist so eng, da zählt wirklich jedes Detail.“ Deshalb versucht Bottas weiterhin alles aufzusaugen. „Ich habe noch nie in meinem Leben so viel gelernt, wie in meinen ersten 100 Tagen mit Mercedes. Und das geht noch weiter“, erklärte der Finne, der hofft bald die Früchte dieser Arbeit zu ernten und so die leidigen Fragen nach seinem Status zu beenden.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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