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Formel 1: Bottas wieder Bremsklotz

— 08.10.2017

Verstappen zweimal Blockade-Opfer

Max Verstappen rast eine Woche nach seinem Sepang-Sieg zu P2 in Japan. Auf dem Weg dorthin wird er jedoch geblockt - allen voran von Valtteri Bottas.

Bottas, der Bremsklotz! Wie schon mehrmals in dieser Saison, hat Mercedes seinen Nummer-2-Fahrer auch beim Japan GP als taktische Hilfe für WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton eingesetzt. Nach den ersten Boxenstopps der Führenden liegt Valtteri Bottas vor Hamilton und dessen Verfolger Max Verstappen. Hamilton beschwert sich, dass Bottas seine Aerodynamik zerstört. Der Finne bremst kurz darauf ab, lässt Hamilton vor der Schikane passieren. Taktisch klug: Red-Bull-Pilot Verstappen muss anstehen, bis Bottas selbst zum Reifenwechsel kommt und verliert wertvolle Zeit.

Schulterklopfer für Verstappen von Sieger Hamilton

Verstappen äußert überraschend Verständnis: „Das war clever! Aber ich bin ehrlich: Ich würde genau das Gleiche machen, mich sogar noch mehr blocken!“ Denn weil Mercedes einen Anfriff durch den Ferrari von Kimi Räikkönen in der Box befürchtet, ziehen sie Blocker Bottas sogar etwas früher ab als erwartet. „Ich sehe da kein Foulspiel“, erklärt Mercedes-Sportchef Toto Wolff. „Eine Runde nach dem Platztausch mit Lewis hat Valtteri gestoppt. Wir mussten ja auch an sein Rennen denken.“

Auch Silberpfeil-Aufsichtsrat Niki Lauda verteidigt seinen finnischen Puffer: „Warum sollen wir das nicht nutzen, wenn es geht? Valtteri ist ein Teamplayer und mehr war heute eh nicht drin für ihn.“ Am Ende wird Bottas Vierter - vor Räikkönen, aber hinter beiden Red Bulls. Die Österreicher können mit dem zweiten Doppelpodium in Folge gut leben. Verstappen gibt zu: „Ich hatte heute nie wirklich das Gefühl gewinnen zu können.“

Wieder standen zwei Red Bulls auf dem Podium

Nicht einmal, als es nach dem virtuellen Safety Car kurz vor Schluss noch einmal eng wird. Denn wieder wird Verstappen zum Blockade-Opfer. Seine späte Attacke wird durch die Überrundeten Felipe Massa und Fernando Alonso (der später dafür eine Strafe kriegt) gestoppt, die selbst noch um Platz zehn kämpfen - und deshalb nicht oder nur zögerlich auf die den blauen Flaggen reagieren.

Verstappen sieht's gelassen: „Ich glaube nicht, dass ich Lewis noch gekriegt hätte. Der Mercedes hat sehr sensibel auf den Verkehr reagiert, da konnte ich aufholen. Als wir dann aber beide vorbei waren, konnte ich gar nichts mehr machen.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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