Michael und Mick Schumacher im Siegerposen-Vergleich

Formel 1: Brawn über Mick Schumacher

— 14.03.2017

"Trägt schweren Rucksack spazieren"

Mick Schumacher steht vor seiner ersten Formel-3-Saison. Die Erwartungen sind riesig. F1-Boss Ross Brawn und Weltmeister Nico Rosberg warnen genau davor.

Michael Schumachers Sohn Mick startet 2017 in seine erste Saison in der Formel 3. Früher oder später soll ihn dieser Weg in die Formel 1 führen. Ross Brawn, Wegbegleiter Schumachers bei Benetton und Ferrari, ist von den US-Investoren Liberty Media gerade zum Ecclestone-Nachfolger und neuen F1-Boss ernannt worden. Wie würde es sich für Brawn anfühlen, eines Tages Schumacher junior in der Formel 1 willkommen zu heißen?

Ross Brawn und Michael Schumacher bei Ferrari

„Das wäre für mich natürlich mit sentimentalen Gefühlen verbunden und sehr speziell - wegen meiner Freundschaft zur Familie und meiner Geschichte mit Michael“, erklärt Brawn in der am Mittwoch erscheinenden Sport Bild. Für Mick Schumacher hat er nur Lob übrig. „Er ist ein intelligenter junger Mann und weiß, welche Ziele er sich setzen kann“, sagt Brawn, mahnt aber auch: „Micks Herausforderung ist aufgrund seines Namens sehr groß. Er trägt mit dem Familiennamen einen schweren Rucksack spazieren.“
#KeepFightingMichael: Schriftzug entfernt

Das sieht auch der amtierende Weltmeister und Schumachers letzter Teamkollege bei Mercedes, Nico Rosberg, so: „Gerade habe ich irgendwo gelesen, Mick sei Favorit auf den Formel-3-Titel. Und er ist erst in seinem ersten Jahr!“, zeigt sich Rosberg überrascht und zieht als Beispiel ausgerechnet Erzrivale Hamilton heran: „Lewis ist in seinem ersten Jahr in der Formel 3 Fünfter geworden. Meiner Ansicht nach braucht man zwei Jahre, um dort erfolgreich zu sein.“
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„Wenn jetzt schon geschrieben wird, dass Mick Favorit ist, kann er nur enttäuschen. Das ist heftig“, sagt Rosberg im Zeit-Magazin Mann. „Ich habe sehr viel Mitgefühl für ihn, weil ich weiß, wie das ist. Ich kann nur hoffen, dass er stark nach seinem Vater kommt und dem keine Bedeutung beimisst“, so der Deutsche.

Rosberg weiß nur zu gut, wovon er redet: Auch er hatte es als Sohn eines F1-Weltmeisters (Keke Rosberg, 1982) „oft schwierig, weil ich dauernd darauf angesprochen wurde, weil jeder gefragt hat, wie es ist, der 'Sohn von' zu sein. Wenn du das hundertmal gehört hast, fängt es an zu nerven.“ Das einzige Rezept dagegen hat Rosberg Schumi junior allerdings gerade vorgemacht: Spätestens mit dem ersten eigenen Titel dürften die Fragen verstummt sein...

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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