Mercedes

Formel 1: Brawn über seinen Abschied

— 20.10.2016

Fehlendes Vertrauen zu Lauda und Wolff

Drei Jahre nach seinem Abschied aus der Formel 1 bricht der ehemalige Mercedes-Teamchef Ross Brawn das Schweigen über die Umstände seines Abgangs.

Ex-Mercedes-Teamchef Ross Brawn macht für seinen Abgang bei den Silberpfeilen das damalige Verhalten von Motorsportchef Toto Wolff und Teamaufsichtsrat Niki Lauda verantwortlich. Brawn hatte das Werksteam Ende 2013 verlassen, in den anderthalb Jahren zuvor hatten Wolff und Lauda ihre Posten angetreten.

„Dort wurden mir Leute aufgezwungen, denen ich nicht trauen konnte“, schreibt Brawn in seinem neuen Buch Total Competition, das im November erscheint und britischen Medien bereits vorliegt: „Ich wusste nie wirklich, was sie vorhatten. Niki hat mir irgendetwas gesagt, und dann habe ich mitbekommen, dass er anderen etwas völlig anderes gesagt hat.“

Nicht immer einer Meinung: Brawn und Lauda

Die Einstellung seines neuen Umfelds habe ihn enttäuscht, so Brawn, der sich zudem über die neue Struktur hinter den Kulissen wunderte. „Die Schwierigkeiten hingen auch damit zusammen, dass Niki und Toto Anteilseigner wurden. Das war eine interessante Entscheidung von Mercedes, die ich nie verstanden habe“, erklärt der Brite.

Schließlich wurde auch noch Paddy Lowe als Technikchef im Frühsommer 2013 verpflichtet. „Als ich davon erfuhr, konfrontierte ich Toto und Niki damit, und sie schoben sich gegenseitig die Schuld zu“, schreibt Brawn. Schon damals wurde heftig spekuliert, ob Lowe gleich zum Amtsantritt Brawns Posten übernehmen würde. Brawn blieb nur noch bis zum Jahresende bei dem Rennstall, der seit der folgenden Saison 2014 der große Dominator der Formel 1 ist.
Fotos: Picture-Alliance

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