Testfahrten in Barcelona

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Formel 1: Brawns Rezept

— 08.03.2017

Brauchen Helden wie Schumi

Der neue Formel-1-Sportchef Ross Brawn spricht über die Umsetzung seiner Idee die Formel 1 zu verbessern. Für ihn spielt der Heldenfaktor eine große Rolle.

Er hat Benetton, Ferrari und Mercedes zu Weltmeisterteams geformt. Jetzt soll er die Formel 1 wieder erfolgreicher machen: Ross Brawn ist der neue Sportchef der Königsklasse. In der aktuellen SPORT BILD verrät er exklusiv sein Rezept für eine funktionierende Rennserie. Die Formel 1 brauche wieder Typen wie Michael Schumacher! Die Königsklasse habe in den 2000er Jahren geboomt, obwohl ein Mann und ein Team dominiert haben. Der Grund, so Brawn: "Weil Michael ein Held war. Er hat das Auto bewegt wie kein anderer zu seiner Zeit. Genau wie ein Senna, Mansell oder Prost. Diese Heldenverehrung wird heutzutage nicht mehr gefördert. Die Teams und Marken stehen über den Fahrern. Das Gute an den neuen Besitzern aus den USA ist aber: Sie kommen aus einer Welt der Stars und wollen diese Herangehensweise auch in der Formel 1 implementieren. Deshalb wurden jetzt auch die Regeln bezüglich Social Media gelockert. Michael, Senna und Co. waren speziell. Aber solche Typen müssen dann eben auch gefördert werden.“

Ross Brawn legt Wert auf die Traditionsstrecken der F1

Das heiße aber nicht, dass Social-Media-Verweigerer Sebastian Vettel plötzlich wie wild twittern müsse. "Wenn er sich da lieber zurückhalten will, ist das auch okay“, so Brawn. "Auch solche Typen brauchen wir. Wenn er mit einer ikonischen Marke wie Ferrari siegt, kommt die Heldenverehrung von ganz allein. Weil Vettel ein guter Typ ist und Führungsqualitäten besitzt, mit denen er Ferrari wie Michael zurück auf die Siegerstraße führen kann. Ein anderes Beispiel ist Max Verstappen. Er ist der moderne Rebell und hat ebenfalls riesiges Potenzial, ein Held zu sein.“
Brawn will Nicht-WM-Rennen: Dafür sind die Extra-Rennen nützlich

Dem deutschen GP stellt Brawn indes eine Rettung in Aussicht. "Wir glauben an die altehrwürdigen Strecken. Sie machen den Wert der Serie aus“, sagt er. "Wir brauchen das Erbe der Formel 1, und Deutschland gehört dazu. Daher finden bereits Diskussionen mit den Rennstrecken statt, um herauszufinden, wie wir besser zusammenarbeiten und die Traditions-Grands-Prix sichern können.“

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Für billigere Tickets hat der Brite allerdings "noch kein Patentrezept." Fakt sei, so Brawn: "Die Leute müssen mehr bekommen für ihr Geld. Deshalb wollen wir das Event an sich verbessern. Das ultimative Ziel ist Formel 1, Formel 2 und Formel 3 zusammen fahren zu lassen, dazu vielleicht noch eine spannende Sport- oder Tourenwagenserie. Sodass wir jeden Tag Action auf der Strecke haben. Dazu brauchen wir Konzerte, wie sie bei einigen Überseerennen schon Usus sind – mit berühmten Rock- und Popstars wie 2011 Paul McCartney in Abu Dhabi."

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Getty Images; Picture-Alliance

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