Die besten Bilder aus Sepang

Formel 1: Brundle-Schelte für Vettel

Ferrari-Getriebe gerettet

Aufatmen für Sebastian Vettel: In Japan muss er keine Rückversetzung in der Startaufstellung fürchten. Und trotzdem hagelt es Kritik am Deutschen.
Aufatmen bei Sebastian Vettel und Ferrari! Das Getriebe, das beim Crash mit Lance Stroll im Auto war, ist offenbar heil geblieben. „Es ist weiter verfügbar“, heißt es von der Scuderia. Damit muss Vettel zumindest keine Strafplatzstrafe in Suzuka befürchten. Die Schaltbox war nach dem Rennen in Sepang extra nach Maranello zurückgeflogen worden und ist nun wieder auf dem Weg nach Japan. Ob es wirklich keinen Knacks abbekommen hat, zeigt sich aber wohl erst beim freien Training am Freitag in Suzuka.

Grund zum Lachen: Das Getriebe ist beim Malaysia-Crash nicht kaputt gegangen

Einen Knacks abbekommen hat dagegen Sebastian Vettels Ruf. Ex-Schumacher-Teamkollege Martin Brundle poltert in England: "Seit einiger Zeit zeigt Sebastian Vettel ein Verhalten auf der Strecke, das an der Grenze zur Respektlosigkeit ist. Er fährt brillant, aber mit seinem Verhalten macht er es sich unnötig schwer.“ Konkret auf Malaysia bezogen meint Sky-Experte Brunde zum einen Vettels Funkspruch in Richtung Alonso. Brundle hetzt: "Es stimmt, dass Alonso sich wenig hilfreich dabei verhalten hat, den Ferrari durchzulassen. Aber es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass das von jemandem kommt, der in Baku mit voller Absicht einem anderen Fahrer ins Auto gefahren ist?“
Dann nimmt er sich das Verhalten des Deutschen nach dem Unfall mit Lance Stroll vor: „Vettel  riskierte eine Strafe, indem er sein Lenkrad mitnimmt, während er sich von einem Sauber chauffieren lässt, obwohl doch ein Medial Car ganz in der Nähe schon in weiser Voraussicht geparkt hat. Es gibt absolut keinen Grund, die Rennkommissare derartig zu provozieren und die Regeln so auszutesten."
Fakt ist: Sich in der Ehrenrunde von einem anderen Auto mitnehmen zu lassen, ist laut Regelwerk nur dann verboten, wenn es gefährlich ist. In diesem Fall aber war Wehrlein das letzte Auto auf der Piste. Dass das Medical heran eilte, hatte Vettel nur aus dem Augenwinkel sehen können. Die Aktion mit dem Lenkrad hat der Heppenheimer hinlänglich erklärt: „Ich konnte das Steuer nicht wieder aufsetzen, weil die Lenkstange krumm war. Weil ich Angst hatte, dass die Strecke geöffnet wird, habe ich es lieber mitgenommen.“
Überhaupt: Dass Vettel in England nicht das beste Image hat, ist lange klar. Schon im WM-Duell gegen Mark Webber bei Red Bull stellten sich die Experten und Reporter von der Insel geschlossen gegen den Deutschen.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Hersteller

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