Jenson Button: Seine Formel-1-Flitzer

Formel 1: Button mit starkem Comeback

— 27.05.2017

Bauernopfer für Alonso?

Beide McLaren-Piloten qualifizierten sich für das letzte Quali-Drittel. Doch Jenson Button wird rückversetzt – hält er für Fernando Alonso den Kopf hin?

Er fährt als wäre er nie weggewesen: Jenson Button qualifizierte sich im McLaren-Honda für das dritte Qualisegment, also für einen Platz unter den besten 10. Was für ein starkes Comeback des 37-Jährigen! Es zeigt auch: Dank des engen Streckenlayouts, auf dem es weniger auf die PS-Leistung ankommt, ist der McLaren-Honda MCL32 richtig stark.
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In Monaco sind die ersten Punkte für McLaren drin. Pech allerdings: Stoffel Vandoorne wird wegen der Kollision mit Felipe Massa in Spanien um drei Plätze zurückversetzt. Weil er nach seinem Quali-Crash außerdem in Q3 keine gezeitete Runde mehr fahren konnte, startet er nur von Platz zwölf aus ins Rennen – also direkt vor Lewis Hamilton.

Stoffel Vandoorne crashte im Quali

Noch schlimmer trifft es Jenson Button. Bei ihm musste McLaren den Turbolader und die MGU-H (Energierückgewinnungssystem durch Abgaswärme) wechseln und dabei auf das fünfte Kontingent zurückgreifen. Dabei sind pro Auto und Saison nur vier Teile erlaubt. Button muss deswegen 15 Plätze in der Startaufstellung zurück. Er fährt also morgen als Letzter los.

Ist Button damit das Bauernopfer für Fernando Alonso, der am Wochenende das Indy 500 bestreiten wird? Der launenhafte Spanier könnte damit etwas beruhigt werden, dass zumindest eine Strafe nicht ihn erwischt, sondern Button. Doch McLaren-Rennleiter Eric Boullier dementiert: „Das war nicht geplant.“ Denn: Monaco ist die wahrscheinlich größte Punktchance für McLaren. Und WM-Zähler hat das Traditionsteam dringend nötig: Nach dem starken siebten Platz von Pascal Wehrlein in Spanien ist McLaren nämlich jetzt Konstrukteurs-Letzter! Dazu kommt: Aus dem Honda-Lager heißt es, dass die MGU-H so schwach ist, dass sie nur maximal zwei Rennen hält. Auch Alonso wird also um Strafen nicht herumkommen.

Button lässt sich von der Rückversetzung nicht kränken. Er genießt weiterhin sein Comeback, findet Gefallen an den neuen Autos und ist sich bezüglich eines Vollzeit-Engagements 2018 noch uneins: „Derzeit ist das nicht der Plan, aber man weiß nie“, lässt Button seine weitere Zukunft offen. Immerhin sprach er auch über eine mögliche Alternative zur Formel 1: die NASCAR.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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