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Formel 1: Carey über F1-Land Deutschland

TV-Verhandlungen nicht öffentlich

F1-Chef Chase Carey gibt Entwarnung: Deutschland spielt in den Plänen von Liberty Media weiter eine zentrale Rolle - beim Rennkalender und im TV.
Die Sorgen der deutschen Formel-1-Fans haben in den vergangenen Jahren zugenommen: Der Deutschland GP fand zuletzt nur noch alle zwei Jahre statt, fehlte auch dieses Jahr wieder ganz im Rennkalender. Die Übertragungsrechte der Königsklasse für die Zeit nach 2017 sind noch nicht vergeben. Ein Szenario, wie in vielen anderen europäischen Ländern, bei dem die Formel 1 ganz oder zumindest teilweise im Pay-TV verschwindet, ist nicht mehr ausgeschlossen.

Schwarz-Rot-Gold bleibt wichtig für die Formel 1

Jetzt aber beruhigt der neue F1-Boss Chase Carey die Zuschauer hierzulande. „Deutschland ist sehr wichtig“, sagt der US-Amerikaner im Interview mit der dpa. „In Deutschland gibt es eine unglaubliche Geschichte des Sports und wir würden sie gern weiterentwickeln. Ich denke nicht, dass wir das wahre Potenzial dieses Sports voll ausgeschöpft haben“, so Carey, der anfügt: „Wir würden gern darauf aufbauen, was in Deutschland schon existiert, und ein Event in Deutschland ist ganz offensichtlich ein wichtiger Teil davon. Wir müssen herausfinden, wo und wie wir das stattfinden lassen können.“
Zuletzt war die Formel 1 2016 auf dem Hockenheimring unterwegs, wo sie auch 2018 wieder fahren soll - der Nürburgring war in den vergangenen Jahren wegen der hohen Kosten von der Austragung von Formel-1-Rennen abgerückt. Dass die Königsklasse Deutschland wegen der Schwierigkeiten ganz den Rücken kehren könnte, glaubt Carey nicht. „Das Fundament des Sports liegt in Westeuropa. Deutschland ist das größte und wohlhabendste Land in Westeuropa“, so Carey, der auch zu bedenken gibt: „Unser aktueller Weltmeister ist deutsch, genauso wie unser Konstrukteursweltmeister.“

RTL hat nur noch 2017 einen Vertrag fürs Free-TV

Wohin die Reise in puncto TV-Verträgen geht, vermag Carey zwar noch nicht zu sagen. Der F1-Boss bestätigt aber: „Wir sind in Verhandlungen.“ Diese will Liberty Media allerdings „vertraulich unter den Parteien führen und nicht öffentlich verhandeln“, sagt Carey. Der Grund: „Sich öffentlich in Pose zu stellen, führt für gewöhnlich zu einer Entzweiung und behindert die Entscheidungsfindung sowie die Fähigkeit, echte Partnerschaften aufzubauen.“ In der Vergangenheit habe es in der F1 „ein gewisses Teilen und Herrschen gegeben“, konnte sich Carey einen Seitenhieb gegen Vorgänger Bernie Ecclestone nicht verkneifen und stellte klar: „Wir reden für gewöhnlich erst über Angelegenheiten, wenn sie erledigt sind.“
Das beste Beweis dafür war am Donnerstag die überraschende Bekanntgabe, dass die Formel 1 in den USA ab kommender Saison von den TV-Stationen ESPN und ABC übertragen wird. Zuvor hatte NBC die Rechte gehalten. In Deutschland läuft der Vertrag von RTL und Sky Ende des Jahres aus.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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