Australien GP

Formel 1 - China: Die Streckenvorschau

— 17.04.2014

Mit Vettel über den Kurs in Shanghai

Sebastian Vettel beschreibt für AUTO BILD MOTORSPORT den Kurs in China - dort steigt am Wochenende der vierte WM-Lauf der Formel 1 2014.

Kurven 1 bis 3:

Vettel: „Die Schneckenkurve lädt ein zum ultraschnellen Reinfahren, macht aber plötzlich extrem zu, wird immer enger. Frage 22 Rennfahrer, wie sie diese Kurvenkombination meistern, und du bekommst 22 verschiedene Antworten. Ich fahre immer ziemlich flott rein, lasse das Auto, quasi ohne zu bremsen, durch die Kurve rollen und versuche am Ende, so früh wie möglich wieder Gas zu geben.“

Kurve 7:

Vettel: „Ein geiles Ding. Sie ist ultraschnell. Wenn dein Auto ein tolles Set-up hat, ist es das reine Vergnügen, dort voll durchzufahren. Du lächelst unter deinem Helm, obwohl die Fliehkräfte belastend sind. Sie betragen hier das Fünffache deines Körpergewichts und ziehen deinen Kopf weit nach rechts. Sie ist eine der Kurven, bei denen du weißt, warum du deine Nackenmuskeln so ausgiebig trainierst.“

Kurve 11:

Vettel: „Eine kleine Kopie der Schneckenkurve. Das heißt: Bloß nicht den Scheitelpunkt verpassen, sonst verlierst du Zeit und kannst dein geplantes Überholmanöver nach Kurve 13 in der Pfeife rauchen. Ich lasse mein Auto immer ein wenig nach außen rutschen, um am Ende früh einlenken zu können und ebenso früh wieder Gas zu geben.“

Kurve 14:

Vettel: „Die Haarnadel bietet die beste Überholmöglichkeit. Du musst versuchen, so spät wie möglich aus dem Windschatten herauszukommen, um Abwehrversuche deines Vordermannes zu verhindern. Wenn er nach innen zieht, musst du vorbereitet sein, außen vorbeizufahren. Das musst du aber früh machen, um bei der Einfahrt wieder innen zu sein, wo der bessere Grip zum Beschleunigen ist.“

Boxeneinfahrt:

Vettel: „Diese Boxeneinfahrt ist wie eine scharfe Schikane und alles andere als zu unterschätzen. Man kann aussehen wie ein Vollidiot, wenn man den Bremspunkt verpasst, nicht mehr einlenken kann und hilflos ins Kiesbett rutscht. Raus kommt man nur mithilfe eines Baggers. Also, so spät wie möglich bremsen und dann hoffen, dass die Boxencrew unter drei Sekunden die Räder wechselt.“
Fotos: Picture-Alliance

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