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Formel 1: China F1 Racing Team

— 28.06.2017

Wer steckt hinter dem Projekt?

Die Gerüchte um einen neuen Formel-1-Rennstall brodeln weiter. Im britischen Handelsregister ist seit Mai ein Team namens China F1 Racing Team registriert.

Seit 13 Jahren fährt die Formel 1 in China. Aber bis heute fehlt ein chinesischer Fahrer, ein chinesisches Team oder gar ein chinesischer Automobilkonzern. Das könnte sich bald ändern. Gerüchten zu Folge zeigt ein chinesisches Team Interesse an einen Einstieg in die Formel 1.

Was wissen wir bisher? Formel-1-Teamchefs haben bestätigt, dass manche Teammitglieder von einem neuen Projekt abgeworben werden sollten. Formel-1-Sportchef Ross Brawn erklärt, es habe zuletzt mehr als zehn interessierte Anfragen zum Einstieg in die Formel 1 gegeben. Und auch FIA-Präsident Jean Todt bestätigte das Interesse neuer Teams.

Hat Ron Dennis beim China F1 Racing Team seien Finger im Spiel?

Was wir auch wissen: Am 20. Mai hat sich eine Firma im britischen Handelsregister umbenannt. Bronze Fortune Ltd wurde 2003 gegründet, heißt aber seit dem 20. Mai China F1 Racing Team Ltd. Vertreten durch Anwalt Michel Orts. Möglicherweise handelt es sich dabei auch um den ehemaligen GT-Rennfahrer Michel Orts, der zuletzt 2010 für das Team des ehemaligen Formel-1-Fahrers Thierry Boutsen (drei Siege) unterwegs war. Denn: Im Projekt soll auch ein gewisser Edi Gay aus Italien involviert sein - der mit Orts zusammen GT-Rennen fuhr. Es wird jedoch angenommen, dass Orts nur Mittelsmann ist.

Aber wer steckt hinter dem chinesischen Projekt mit Station in Großbritannien? Ideen gibt es einige: Der ehemalige McLaren-Teamchef Ron Dennis wollte vor einem Jahr dank chinesischer Investoren das McLaren-Team komplett kaufen. Darüber hinaus wollte ein chinesisches Konsortium zuletzt das Mercedes-Team übernehmen. Mit Umfeld aus der Sportwagen-WM. Denkbar, dass damit die chinesischen Investoren gemeint sind, die beim ehemaligen Formel-1-Team Manor an Bord sind.

Und zuletzt gibt es auch noch Intentionen von Theodore Racing zurück in die Formel 1 zu kommen. Teddy Yip führte das Team in den 70er und 80er Jahren. Sein Sohn Teddy Yip jr. ist inzwischen als Partner des Prema-Power-Teams im Rennsport involviert. Also für das Team, für das auch Mick Schumacher in der Formel-3-Europameisterschaft unterwegs ist. Yip junior macht keinen Hehl daraus, dass er Theodore Racing am liebsten wieder in der Formel 1 sehen wollen würde.
Die Suche nach dem ersten chinesischen Formel-1-Fahrer: Hier nachlesen

So mancher zweifelt aber auch an der Seriösität des Projekts. Denn: Jean Todt bekräftigte im Gespräch mit ABMS zuletzt, dass er gern wieder zwölf Teams in der Formel 1 sehen wolle, aber: „Eine Ausschreibung starten wir erst, wenn wir das Gefühl haben, es gibt wirklich seriöse Projekte.“ Heißt: Bisher stuft Todt das China F1 Racing Team Ltd als nicht besonders seriös ein. So oder so: Ein Debüt des China-Teams kann es frühestens 2019 geben.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller / Picture-Alliance

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