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Formel 1: Crash ist Wolffs Horrorszenario

— 11.11.2014

Nach Abu Dhabi der große Trottel

Toto Wolff kann nachts nicht schlafen: Der Mercedes-Motorsportchef hat Angst vor einer Kollision seiner beiden Piloten beim großen WM-Finale in Abu Dhabi.

Den Konstrukteurstitel in der Formel 1 hat Mercedes schon seit Sotschi in der Tasche, die Fahrer-WM seit Austin. So sollte man meinen, dass Motorsportchef Toto Wolff nachts eigentlich ruhig schlafen kann. Doch den Österreicher plagen vor dem Finalrennen in zwei Wochen in Abu Dhabi Albträume. „Es verfolgt mich jeden Tag“, gibt Wolff angesprochen auf eine mögliche Kollision zwischen seinen beiden Fahren Lewis Hamilton und Nico Rosberg im entscheidenden Rennen zu. Bereits in Spa gerieten die Stallkollegen aneinander. Was, wenn das ausrechnet beim großen Finale vor den Augen der Welt erneut passiert? Wolff: „Ich habe davon nicht nur geträumt, sondern bin es zigmal durchgegangen: Was die möglichen Szenarien sind und was das für das Team, die Marke und die Fahrer bedeuten würde.“ Trotz der Angst vor dem internen Knall: An ein Senna-Prost-Szenario wie 1989 bei McLaren glaubt Wolff nicht wirklich.

Hart aber professionell

Nico Rosberg (l.) geht mit 17 Punkten Rückstand auf Teamkollege Lewis Hamilton (r.) ins letzte Rennen

Damals kam es zwischen den beiden großen Rivalen und Teamkollegen per Kollision zur WM-Entscheidung. Zwar räumte Wolff ein: „Die Möglichkeit, dass Lewis und Nico kollidieren, ist natürlich nach wie vor da, wenn es um den Titel und alles geht.“ Doch was den Österreicher beruhigt: „Wir haben gesehen, wie die beiden miteinander auf der Strecke umgehen. Sie fighten hart, bleiben aber immer professionell und ich glaube, dass sich diese Einstellung auch nicht fürs letzte Rennen ändert. Also gehe ich nicht von einem Prost-Senna-Szenario aus. Aber vielleicht stehe ich mit dieser Einschätzung nach dem Rennen in Abu Dhabi auch als der große Trottel da.“ Diese Blöße will man sich bei Mercedes nicht geben. Genauso wenig wie die eines technischen Defekts. „Wenn die WM dadurch entschieden wird, würde das genauso einen Schatten auf den Titel werfen“, so Wolff.

Formel 1: Die größten Teamduelle

Senna vs. Prost Mansell vs. Piquet Villeneuve vs. Pironi
Null-Fehler-Toleranz beim Finale

In diesem Punkt sieht der Motorsportchef daher vor allem sein eigenes Team in der Verantwortung und gibt für Abu Dhabi eine Null-Fehler-Toleranz als Richtlinie aus. „Keiner kann sich da einen technischen Defekt leisten. Wir wollen das sicherstellen, indem alle Teile für Abu Dhabi doppelt gecheckt werden und nur Komponenten mit wenig Laufleistung aufs Auto kommen. Wir müssen die Autos jetzt in der Fabrik in England einfach so gut wie möglich vorbereiten, um wirklich jede technische Störung auszuschließen.“ Doch selbst wenn ein Ausfall die WM entscheiden würde, findet Wolff: „Wer auch immer dann am Ende die meisten Punkte hat, ist ein verdienter und würdiger Champion. Wer den Titel hat, dessen Name steht in den Rekordbüchern. Und dann ist es wie es ist.“

Gibt keinen besseren Weltmeister

Alles für die Marke: Damit der Stern glänzt, sollen sich Rosberg & Hamilton professionell verhalten

Den Unkenrufen, dass Mercedes ob seines größeren Werbewertes insgeheim lieber den polarisierenden Hamilton als Champion sehen würde und nicht Rosberg, widerspricht Wolff gleichzeitig entschieden. „Es gibt für mich keinen besseren oder schlechteren Weltmeister. Sie sind beide als Persönlichkeiten sehr wichtig für die Marke, aber auch beide sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, die für unterschiedliche Werte stehen. Der eine ist nicht besser oder schlechter als der andere, sondern sie sind unsere Traumbesetzung. Deswegen können wir mit beiden als Weltmeister gut leben.“ Doch wo liegen die Unterschiede? Wolff ordnet ein: „Nico steht für Talent, Ehrgeiz, Fleiß und Familie. Lewis für Superstar-Qualitäten, Jet-Set, Speed... und natürlich genauso Talent!“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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