Formel 1

Formel 1: Crashgefahr bei Mercedes

— 20.10.2016

Wolff: „Gibt keine Teamorder“

Der WM-Kampf zwischen Rosberg und Hamilton wird zur Zerreißprobe: Die Silberfeinde haben auf dem Weg zum Titel freie Fahrt. Droht der nächste Crash?

In Spanien und Österreich krachte es diese Saison schon im großen Stil zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Vier Rennen vor dem Ende der Saison steht bereits fest: Einer von beiden wird Weltmeister. Den Team-Titel hat Mercedes längst sicher. „Wir können mit jedem Ausgang zufrieden sein. Deshalb gibt es keine Teamorder und keine Einschränkungen mehr“, erklärte vor dem USA GP Mercedes-Sportchef Toto Wolff. Der Österreicher lässt seine beiden Fahrer von der Leine. Droht damit der nächste Silberpfeil-Crash?

Toto Wolff lässt seinen Fahrern alle Freiheiten

„Ich werde nicht zurückstecken und jedes Rennen so hart kämpfen wie möglich“, kündigte Lewis Hamilton vor dem Grand Prix in Austin an. Drei der vier bisher ausgetragenen Rennen in Texas konnte der Brite gewinnen. Im Vorjahr sorgte er auf seinem Weg zum Sieg auch mit einem knallharten Manöver gegen Rosberg in Kurve eins für Aufsehen. Doch trotz Hamiltons Kampfansage: Ein ähnlich aggressives Vorgehen könnte den Briten diesmal teuer zu stehen kommen. Zu anders sind die Vorzeichen in der WM 2016.

Bei 33 Punkten Rückstand muss Hamilton Boden gutmachen auf Rosberg. Ein Crash oder sogar der Ausfall beider Silberpfeile spielt in der WM nur seinem deutschen Widersacher in die Karten. Jede vergebene Chance ist für Hamilton schließlich eine Chance weniger zum Aufholen. Fällt er in Austin etwa aus und Rosberg holt Punkte oder gar den Sieg, kann der Deutsche sich bereits eine Woche später in Mexiko zum Champion krönen.

Fliegen beiden Silberpfeile ab, profitiert Rosberg...

Bei den Teamverantwortlichen hofft man trotz aller Freiheiten für die Piloten auf ein faires Finale. „Möge der Bessere gewinnen“, erklärte Wolff der Bild-Zeitung. Das größte Augenmerk des Sportchefs liegt indes darauf, seinen Schützlingen gleichwertiges Material für den WM-Kampf zur Verfügung zu stellen: „Wir stehen jetzt in der Verantwortung, dass die Entscheidung zwischen den beiden Mann gegen Mann und hoffentlich auch Rad an Rad ausgetragen wird - und nicht durch einen technischen Defekt beeinflusst wird.“

Denn spielt am Silberpfeil mal wieder die Technik verrückt, sind auch Rosbergs 33 Punkte Vorsprung ganz schnell weg - genauso wie andersherum Hamiltons Chancen auf eine Aufholjagd.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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