Testfahrten in Barcelona

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Formel 1: Crashkind Stroll

— 02.03.2017

Was die Abflüge wirklich bedeuten

Die Formel 1 hat sich auf einen neuen Fahrer eingeschossen: Lance Stroll flog in kürzester Zeit gleich drei Mal ab. Doch das ist in Wahrheit ein Lob ans neue Reglement.

Das Internetzeitalter ist nichts für Menschen mit sanftem Gemüt. Lance Stroll wird verspottet und belächelt. Der Formel-1-Neuling leistete sich bei den ersten Barcelona-Testfahrten gleich drei Abflüge. Am Dienstag verlor Williams wegen fehlenden Ersatzteilen einen halben Testtag. Den Freitag musste das Traditionsteam nach dem Crash von Stroll am Donnerstagabend gleich ganz auslassen.
Geld regiert die Williams-Welt: So kontrolliert Papa Stroll Williams

Die neuen Autos sind biestiger als noch im Vorjahr

In den sozialen Netzwerken geistern nun jede Menge Witzbilder herum. Und inzwischen wurde auch – das wurde beim letzten Formel-1-Pannenfahrer Pastor Maldonado erstmals eingeführt – eine Internetseite gestartet, die die Zeit stoppt bis zum nächsten Crash von Stroll. Hohn und Spott, jede Menge Häme – Stroll lernt gleich in den ersten Tagen das Haifischbecken der Formel 1 kennen.
Die wichtigsten Infos von den ersten drei Testtagen: HIER

Dass Stroll der reichste Bezahlfahrer in der Formel 1 aller Zeiten ist, hilft seinem Ruf natürlich nicht. Dass er mit zahlreichen Titelgewinnen in den Nachwuchsserien wie der italienischen Formel 4 und der Formel-3-Europameisterschaft auch Talent bewies, das wird gekonnt ignoriert.

Ein enttäuschter Lance Stroll nach dem Unfall

Doch die Unfälle und Abflüge von Lance Stroll sollten die Fans eigentlich begeistern. Ziel der neuen Regeln, die ja die Fahrzeuge um drei bis fünf Sekunden pro Runde schneller machen sollen, ist es, auch den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Und genau das ist offenbar gelungen. Stroll ist ja nicht der einzige Fahrer, der beim Barcelona-Test abgeflogen ist. Auch Jolyon Palmer, Kevin Magnussen, ja sogar Mercedes-Neuzugang Valtteri Bottas streiften Mauern oder rutschten ins Kiesbett.

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Die Formel-1-Autos sind offenbar wieder schwer zu beherrschende Biester. Das gilt erst Recht für 18-jährige Rookies. Denn Vorbereitungszeit hatte Stroll mehr als genug: Rund 8000 Kilometer hat er in einem 2014er Williams auf den Strecken dieser Welt getestet. Besser trainiert kam schon lange keiner mehr in die Formel 1. Dass er trotzdem Probleme mit den neuen Autos von 2017 hat, zeigt, dass eine Saison mit erhöhter Fahrfehlerquote ins Haus steht. Zumindest ein Ziel des neuen Reglements ist damit erreicht...

Vergleich: Formel-1-Autos 2017 vs. 2016

Formel 1 Formel 1 Formel 1

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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