Die besten Bilder aus Silverstone

Formel 1: Crowdsurfer Hamilton

„Ich bin besser denn je“

Lewis Hamilton gewinnt sein Heimrennen in Silverstone: Für ihn und Mercedes-Boss Toto Wolff die beste Antwort auf die Kritik der vergangenen Tage.
Das Strahlen bekam er auch zwei Stunden nach Rennende nicht aus dem Gesicht: Lewis Hamilton hat den Großbritannien GP am Sonntag nach Belieben dominiert. „Ich bin ein bisschen verschwitzt. Aber das kommt nicht vom Rennen sondern vom Crowdsurfen danach“, lachte der Lokalmatador. Die britischen Fans feierten ihren Helden nach seinem fünften Sieg in Silverstone gebührend - Hamilton dankte es ihnen mit einem Bad in der Menge.
„Es war fantastisch! Das ganze Wochenende über hatte ich unglaubliche Unterstützung. Die Flaggen, die Energie, der Jubel. Man hört ihn zwar aus dem Auto nicht, aber sieht, dass die Zuschauer jedes Mal aufspringen, wenn du vorbeikommst - 51 Runden lang. Wahnsinn!“, freute sich Hamilton. „Ich bin so happy, dass ich den Fans dafür einen Sieg zurückgeben konnte.“ Auch sein Team vergas Hamilton in der Stunde des Triumphes nicht. „Mein Ingenieur Bono hat einen herausragenden Job mit dem Set-Up gemacht. Dann ist es ein Traum auf dieser Strecke, weil man es wirklich fliegen lassen kann.“

Hamilton feierte den Sieg mit einem Bad in der Menge

Hamiltons vierter Heimsieg in Folge war deshalb einer der leichteren Sorte. Der Brite gab zu: „Als ich über die Ziellinie gefahren bin, dachte ich: 'Ich könnte noch Stunden weiterfahren.'“ Richtig verausgaben musste sich Hamilton am Sonntag nicht, zu dominant waren er und sein Mercedes. Für Hamilton die perfekte Antwort für alle Kritiker, die ihn vor dem Rennen für sein Fernbleiben vom F1-Showevent in London runtergemacht hatten. „Ich bin sehr happy, nach der ganzen Negativität, die dadurch im Vorfeld reinkam, dass ich so abgeliefert habe. Die Quali-Runde war perfekt und auch heute hatte ich immer alles unter Kontrolle. Es gab keinen Moment, wo ich nicht in der Spur war.“
Hamilton hatte den Auftritt in London geschwänzt, um in Griechenland einen Party-Trip mit Freunden zu machen. „Ich weiß schon, was für mich gut ist und ich brauche, um bereit zu sein. Sonst hätte ich nicht die Poles, Siege und Titel, die ich habe“, rechtfertigte sich Hamilton und fügte voller Genugtuung an: „Ich bin definitiv besser als früher. Ich habe das Gefühl, ich fahre besser denn je!“ Für den WM-Kampf gibt ihm das zusätzliche Sicherheit, weil „ich den Eindruck habe, dass ich immer antworten kann.“

Lewis Hamilton strotzt nur so vor Selbstbewusstsein

Von Mercedes-Sportchef Toto Wolff gab es für Hamilton deshalb auch ein Extralob, weil er die Nebengeräusche um seine Person so gekonnt wegsteckte. „Ich habe eine starken Gerechtigkeitssinn und verstehe nicht, warum man den Helden vorm Heimrennen mit so einem Nonsens zerstören muss, der nicht einmal stimmt“, sagte Wolff am Sonntag.
Bereits vor dem Rennen hatte der Österreicher ordentlich ausgeteilt. "In Frage zu stellen, ob ein dreimaliger Weltmeister, der auch noch dabei ist, Michael Schumachers Pole-Rekord zu schlagen, sich richtig vorzubereiten versteht, ist eine Beleidigung“, hatte Wolff nach dem Qualifying erklärt und außerdem Gerüchte dementiert, wonach es zwischen ihm und Hamilton Ärger gab, weil Wolff die Geburtstagsfeier von Sebastian Vettel besucht hatte. „Das ist absoluter Müll“, so Wolff.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen