Testfahrten in Barcelona

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Formel 1: Dämpferstreit und mehr

— 01.03.2017

Red-Bull-Boss: Ferrari kriegt’s nicht hin

Die Saison hat noch nicht begonnen, schon kriegen sich die Top-Teams in die Haare: Es geht um ein Dämpfersystem und den Ölkreislauf beim Mercedes.

Hinter den Kulissen tobt schon wieder der Technikkrieg in der Formel 1! Die Fronten: Ferrari gegen Red Bull und Mercedes. Red Bull gegen Mercedes. Mercedes gegen den Rest der Welt...

Ferrari hat bei der FIA um Klarstellung gebeten

Streitpunkt eins: ein Dämpfersystem, das das Auto in Kurven und bei Rollbewegungen computergesteuert stabilisiert. Mercedes und Red Bull haben das im Vorjahr schon eingesetzt. „Da wurden wir aber noch nicht aufgefordert das zu kontrollieren“, sagt ein FIA-Techniker. In diesem Jahr sollen beide Systeme noch einmal verbessert worden sein. Deshalb hat Ferrari Panik bekommen und bei der FIA schon mindestens zweimal um Klarstellung gebeten, ob das System legal ist.

Zuletzt hat der Weltverband eine Direktive rausgeschickt. Demnach darf jedes Aufhängungselement nur auf Stöße von der Straße reagieren und nicht aktiv verändert werden. Bei den Testfahrten in Barcelona sollen nun alle Systeme auf ihre Legalität geprüft werden. Der FIA-Techniker: „Letztes Jahr gab es keine entsprechenden Anfragen, deshalb kennen wir die Systeme selbst noch nicht.“

Red Bulls Motorsportberater Dr. Helmut Marko

Bei Red Bull ist Motorsportchef Helmut Marko sicher: „Wir rufen nur das ab, was legal ist.“ Dass Ferrari so einen Druck auf die FIA ausübe, liege daran, dass „die es selbst offenbar nicht hinkriegen.“

Doch auch Red Bull und Motorpartner Renault haben einen Techniktrick der Konkurrenz im Visier. So soll Mercedes über den Ölkreislauf während des Qualifyings unerlaubte Additive ins Benzin gemischt und so die Leistung erhöht haben – illegal. Eines von mehreren Indizien: „Die verbrauchen mehr Öl als alle anderen.“ Bei Mercedes dementiert man zwar eine entsprechende Vorgehensweise, dennoch hat die FIA jetzt klargestellt: Eine entsprechende Leistungssteigerung ist verboten. Heißt auch: Ab sofort wird der Silberpfeil-Motor auf entsprechende Tricks geprüft.

Hat Mercedes auf einen Trick zurückgegriffen?

Dabei hat Mercedes illegale Leistungssteigerungen gar nicht nötig. Der neue Silberpfeil ist schon wieder das Nonplusultra. Schlimmer noch: Die Aero-Version, die beim Test in Barcelona verwendet wird, ist nur eine Übergangslösung. Nach ABMS-Informationen soll beim Saisonstart in Melbourne eine Art B-Version an den Start gehen.

Doch zumindest das Chassis des Red Bull soll Mercedes-Qualitäten haben – obwohl der RB13 ohne die vielen Zusatzflügelchen des Mercedes fast nackt wirkt. „Ich der Einfachheit liegt die Würze“, sagt Helmut Marko und hofft, dass auch Renault die angekündigten 40 PS mehr im Vergleich zum Vorjahr endlich auf die Strecke bringt.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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