Formel 1: Väter und Söhne

Formel 1: David Schumacher startet durch

Schon 16 Rennfahrersöhne in der Formel 1

David Schumacher hat am vergangenen Wochenende sein erstes Formel-Rennen gewonnen. Bisher haben es erst 16 Formel-1-Fahrersöhne selbst in die F1 geschafft.
Motorsport ist teuer. Wer in die Formel 1 kommt braucht für die Nachwuchsklassen beginnend mit Kart bis in die Formel 2 rund acht Millionen Euro. Da ist es klar, dass nur Fahrer den Weg nach oben schaffen, die Kontakte, Sponsoren oder Förderer hinter sich haben. Wenn der Papa schon erfolgreicher GP-Pilot war, öffnet das oft Türen und Schlösser.
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Trotzdem: Ohne Talent geht es auch nicht. Nur 16 Formel-1-Rennfahrersöhne haben es bisher überhaupt selbst in die Formel 1 geschafft. David Schumacher, Sohn von Ralf Schumacher (Gewinner von sechs Grands Prix), wäre die Nummer 17. Wenn nicht vorher schon einer der zahlreichen Formel-1-Fahrerjunioren wie Giuliano Alesi, Mick Schumacher oder Pietro Fittipaldi die Königsklasse erobern.

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Interessant: Meistens sind die Väter erfolgreicher als die Söhne. Fünf Weltmeister-Söhne kamen in die Formel 1, aber nur Damon Hill und Nico Rosberg konnten es ihren Väter Graham Hill beziehungsweise Keke Rosberg gleichmachen und selbst den Titel holen. Umgekehrt wurde nur ein Fahrersohn Weltmeister, obwohl es der Vater nicht schaffte: Jacques Villeneuve, dessen Papa Giles als Ferrari-Star der späten 70er und frühen 80er Jahren aber knapp dran war.
Das erfolgreichste Vater-Sohn-Gespann in der Formel 1 ist mit drei WM-Titeln und 36 Siegen Graham und Damon Hill. Auch Nelson und Nelsinho Piquet sowie Jack, David und Gary Brabham bringen es jeweils auf drei Titel. Die Brabhams siegten aber nur bei 24, die Piquets bei 23 Rennen. Jack Brabham ist der einzige Formel-1-Fahrer, von dem gleich zwei Kinder selbst in die Formel 1 kamen. Keke Rosberg und Nico Rosberg absolvierten zusammen die meisten Rennen (320), gefolgt von den Hills (291) und den Piquets (232).
Vater und Sohn bei ein- und demselben Formel-1-Rennen gab es im Rahmen der Weltmeisterschaft noch nie. Bei den Grands Prix von Belgien 1930 und 1931 aber fuhren Charles und Ferdinand Montier zusammen. Charles war damals auch Techniker, entwickelte auf Ford-Basis eigene GP-Rennwagen, die Montier-Ford-Specials. Erfolgreich war weder das Auto, noch Fahrer und Sohn. 
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen alle 16 Formel-1-Rennfahrersöhne und ihre Väter.

Formel 1: Väter und Söhne

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance; Facebook/David Schumacher

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