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Formel 1: Der alte Österreichring

— 05.07.2017

„Auf der Strecke brauchte man Eier“

Die Formel 1 fuhr vor 1996 auf einer größeren und gefährlicheren Streckenvariante in Spielberg. Der alte Österreichring hatte einen ganz besonderen Reiz.

Die Formel 1 fährt dieses Jahr zum 28. Mal in Spielberg. Es ist die schnellste Strecke im Rennkalender. Keinen anderen Kurs umkreisen die Piloten schneller als in Österreich.

Der Kurs, der inmitten der Steiermark gebaut wurde, ist mit seinen vielen zackigen Passagen und den rasanten naturgegebenen Bergauf- und Bergabfahrten ein Motorsport-Kracher. Doch noch beeindruckender war der GP von Österreich in den 70ern bis Mitte der 90er Jahre. Der damalige Österreichring, war noch um einiges schneller und gefährlicher.

Die Start/Ziel-Gerade war ursprünglich wesentlich länger. Sie wurde nach dem tödlichen Unfall von Mick Donohue 1976 mit einer Schikane entschärft. Zwischen den heutigen Kurven eins und zwei rasten die Piloten früher durch einen schnellen langen Rechtsbogen. Sicherheitsbereiche wie die heutigen großen Auslaufzonen und Kiesbetten, waren damals nicht vorhanden. Wer über den Randstein hinaus brauste, rutschte, ähnlich wie auf der Nürburgring-Nordschleife direkt über den Rasen in die Leitplanken.

Statt weiter geradeaus geht es nach dem Streckenumbau mit der verkürzten Geraden rechtsrum

„Auf dieser Strecke hast du echt Eier gebraucht“, erklärt Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz.  Und Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko ergänzt: „Der Österreichring war anspruchsvoll – eine wahre Fahrerstrecke.“ Auch der ehemalige Formel-1-Pilot Martin Brundle hatte größten Respekt vor dem Kurs in der Steiermark: "Ich liebte den alten Österreichring, weil er eine echte Herausforderung für Fahrer war, eigentlich sogar furchterregend. Es war ein Kurs, der bestes Racing ermöglichte.“

Da die Rennstrecke allerdings ob der zunehmend schneller werdenden Formel 1 als zu gefährlich eingestuft wurde und es politische Diskussionen und Lärmbeschwerden in der Region gab, wurde die Piste verkleinert und sicherer gestaltet.

Aber auch die neue Streckenführung, auf der die Königsklasse 1997 zum ersten Mal fuhr, hat noch ihren Reiz. „Die Piste hat ihren Kern mit einigen schwierigen Kurven behalten. Die Doppel-Links brachte immer schon großes Untersteuern mit sich und das hat sich nicht geändert“, erklärt Franz Tost, der österreichische Teamchef der Scuderia Toro-Rosso. „Der große Vorteil der heutigen Strecke für den Zuschauer ist, dass es Plätze gibt, wo du 90 Prozent der Strecke sehen kannst. Das ist fantastisch, um einen Grand Prix zu beobachten.“ Auch die Streckenaction ist seit dem Comeback 2014 kann sich sehen lassen. Nico Rosberg kollidierte letztes Jahr im WM-Kampf mit Lewis Hamilton, Felipe Massa sicherte sich 2014 überraschend die Pole Position und in den Rennen wurde immer viel überholt.

Autor: Alexander Warneke

Fotos: DPPI / Picture-Alliance / Red Bull Content Pool

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