Formel 1: Die neuen Autos für 2017

Formel 1: Die neuen Autos für 2017

— 24.08.2016

Schwerer, schneller, breiter

Neue Regeln sollen die Formel 1 im kommenden Jahr wieder spannender machen – und die Autos schneller. AUTO BILD MOTORSPORT zeigt, wie die Renner der nächsten Generation aussehen.

Die Saison 2017 hat eigentlich schon begonnen. Dafür arbeitete Sebastian Vettel sogar in der Sommerpause. Auf Ferraris Haus- und Hofstrecke in Fiorano testete der Heppenheimer die neuen breiten Schlappen von Reifenlieferant Pirelli – in einem Ferrari von 2015 mit 20 Prozent mehr Abtrieb – und einem provisorisch vergrößerten Heckflügel.

20 Prozent mehr Anpressdruck

AUTO BILD MOTORSPORT zeigt exklusiv eine Grafik, wie die neuen Autos 2017 aussehen werden – am Beispiel des Silberpfeils. Denn auch Mercedes entwickelt hinter den Kulissen längst den neuen Werkswagen. Sportchef Toto Wolff (44): "Wir analysieren jede Woche, wie viele Ressourcen wir schon ins nächste Jahr stecken." Hintergrund des Testbetriebs auf Hochtouren: 2017 ändern sich die Aerodynamikregeln der Formel 1. Mit 20 Prozent mehr Anpressdruck und breiteren Reifen sollen die Renner bis zu vier Sekunden schneller werden – und auch aggressiver aussehen.

Rosberg: "Das geht in die falsche Richtung"

Die größte Regeländerung seit 2014 – und eine Möglichkeit, den Mercedes-Vorsprung weiter zu verringern. Wolff: "Besonders Red Bull wird stark sein, weil die Aerodynamik wieder eine größere Rolle spielt." Allein: Sein Pilot Nico Rosberg  (31) macht sich Sorgen um die Show: "Wenn du mehr Abtrieb auf die Autos packst, geht das in die falsche Richtung. Wir wollen mehr Zweikämpfe sehen, aber Abtrieb ist genau das, was uns daran hindert."

Mehr Power, besserer Sound

Immerhin: Auch in Sachen Antrieb können die Gegner nachlegen. Ab 2017 verschwindet das sogenannte Token-System. Die Hersteller können frei entwickeln. Der Motorenlärm soll schrittweise verbessert werden, zur Not mit Sound-Generatoren. Und: Die Motorleistung soll ab 2017 jeweils nach dem dritten Saisonrennen angeglichen werden – mit einer komplizierten Formel. Statt 100 Kilo stehen pro Rennen zudem 105 Kilo Sprit zur Verfügung, weil mit dem Abtrieb auch der Luftwiderstand steigt. Alles Maßnahmen, mit denen Mercedes seinen Power-Vorteil verlieren soll.



Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

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