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Formel 1: Diskussion - Gas & Bremse

— 04.07.2016

Ist Rosberg wirklich Schuld?

Schon wieder hat es zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg gescheppert. In den sozialen Netzwerken laufen die Drähte heiß: Wer hat dieses Mal Schuld?

Schon 27 Mal hat noch in der letzten Runde eines Grand Prix die Führung gewechselt. Noch nie aber durch eine Kollision, schon gar nicht durch einen teaminternen Crash. Das Silberpfeil-Duell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton ist nach dem Österreich GP endgültig zum Krieg der Sterne geworden. Aber war wirklich Rosberg Schuld, wie das die Rennkommissare um Ex-Formel-1-Pilot Martin Donnelly befanden?

Gas: Ja, und genau so wird er Weltmeister!

Na klar hat Rosberg Schuld! Und das ist auch gut so! Denn er macht weiter genau das, was nötig ist, um Weltmeister zu werden: Die Führung knallhart verteidigen, den Gegner ins Abseits drängen, sein Revier markieren und Hamilton zeigen: Freundchen, nicht mit mir! Wer sich das Video des Last-minute-Crashs noch einmal anschaut, sieht ganz genau, das Rosberg seinen Einlenkpunkt extrem weit nach hinten verlagert. Später begründet er dies mit Bremsproblemen. Mag ja sein, dass sein Pedal lang wurde – aber warum erst in der Kurve, in der Hamilton angriff? Für mich ist völlig klar, was Rosberg da versucht hat. Ganz bewusst. Und ich gratuliere ihm dazu. So fahren zukünftige Weltmeister. Hamilton weiß das am besten.

Rosberg ist nach der Kollision in Spielberg der Buhmann

Dass Rosberg von Teamführung und Stewards auch offiziell die Schuld für den Crash bekommen hat, ist nur eine Randnotiz. Da steht er hoffentlich mittlerweile drüber. Denn langsam müsste er es ja gewohnt sein: Der Deutsche bekommt doch immer Schuld, wenn es zum Zusammenstoß mit Hamilton kommt. Sogar in Barcelona, als der Brite ihn von hinten abräumte. Also: einfach Mund abwischen, keinen Zentimeter Straße herschenken und Weltmeister werden. Und wenn Mercedes jetzt doch zu einer Stallorder greift, könnte Rosberg davon sogar profitieren. Immerhin war er es, der eine Runde vor Schluss vorne lag... (Bianca Garloff)

Bremse: Hamilton muss Kollision vermeiden

„Ein Crash alle 30 Rennen ist erlaubt“, hat Mercedes-Sportchef Toto Wolff nach dem Crash in Spanien noch zu AUTO BILD MOTORSPORT gesagt. Seitdem sind aber erst vier Rennen vergangen. Und in diesen vier Rennen hat es nicht nur in Österreich gekracht, sondern fast auch in Kanada. Nur, weil Rosberg da in Kurve eins 'aufgemacht' hat und durchs Kiesbett gerodelt ist, wurde die nächste Mercedes-Blamage verhindert.

Und eben: Rosberg hat in dieser Situation anders als Hamilton jetzt nicht reingezogen und damit den Zusammenstoß verhindert. Genau das muss man in einer solchen Situation auch von Lewis Hamilton verlangen. Er kann nicht immer Egoismus über den gemeinschaftlichen Erfolg stellen. Ja, objektiv gesehen hat Rosberg zu spät gebremst und die beiden daher überhaupt erst in die Situation gebracht. Aber gegen seinen Teamkollegen muss Hamilton anders fahren als gegen einen anderen Piloten. Bei Mercedes gilt die Regel: Der Angreifende muss eine Kollision verhindern. Das war diesmal der Brite. Natürlich will Hamilton Weltmeister werden und fährt auf Biegen und Brechen. Aber wenn er es immer wieder auf Kollisionen ankommen lässt, stehen am Ende beide mit leeren Händen da. (Michael Zeitler)

Autoren: Bianca Garloff, Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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