Formel 1

Formel 1: Diskussion - Gas & Bremse

— 04.05.2016

Muss Kvyat zurück zu Toro Rosso?

Daniil Kvyat ist nach der Kollision mit Sebastian Vettel in Russland der Buhmann der F1. Sollte er zurück zu Toro Rosso, um sich dort die Hörner abzustoßen?

Gleich zwei Mal rauschte Daniil Kvyat beim Russland GP Sebastian Vettel ins Heck und zerstörte damit nicht nur dessen Rennen, sondern durch die folgende Kettenreaktion auch das von Teamkollege Daniel Ricciardo. Ein Top-Team wie Red Bull kann sich eine solche Nullnummer eigentlich nicht leisten. Während sich im Juniorenteam Toro Rosso die beiden Piloten Max Verstappen und Carlos Sainz Jr. regelmäßig für einen Aufstieg ins A-Team aufdrängen, macht Kvyat eher den Eindruck, als täte ihm eine weitere Saison in der Schule Toro Rosso ganz gut. Unsere Reporter analysieren in Gas & Bremse: Muss Kvyat zurück zu Toro Rosso?

Gas: Das wäre die Lösung des Luxusproblems

Attacke mit offenem Visier: Crash-Pilot Daniil Kvyat

Ja, denn genau das wäre die Lösung von Red Bulls Luxusproblem. Die Österreicher haben mit Daniel Ricciardo, Max Verstappen, Carlos Sainz und eben Kvyat gleich vier Fahrer, die in ein Top-Cockpit gehören. Carlos Sainz und Max Verstappen zeigen in fast jedem Rennen, dass sie den Aufstieg verdient haben - drohen sogar mit Wechsel, wenn sie nicht befördert werden. Kvyats Leistungen dagegen sind zu schwankend. In den ersten drei Rennen wurde er von Ricciardo klar in den Schatten gestellt. Nun verhielt er sich in seinem Heimatland Russland wie ein Tempo-Trampel. Das weiß er auch selbst - trotzdem wirkte er nach dem Rennen bockig wie ein Rotzlöffel, dem man die Ohren langziehen muss. Eine Rückversetzung zu Toro Rosso wäre allein deshalb berechtigt - und würde den Weg freimachen für Max Verstappen. (Bianca Garloff)

Bremse: Kvyat ist kein Crashpilot

Kvyat war nur bei seinem Heimrennen übermotiviert

Nein, denn Kvyat ist kein Pistenrowdy. Russland war eine absolute Ausnahme. Die Kollision im Startgetümmel von China ging nicht auf seine Kappe. Das war eine Verkettung unglücklicher Umstände, mit Räikkönens Verbremser als Auslöser. In der Liste der Strafpunkte liegt Max Verstappen deutlich vor Kvyat. Der Fahrer, der Kvyat also ersetzen soll, hat schon für viel mehr Kleinholz gesorgt als der GP3-Meister von 2013. Natürlich ist Verstappen ein Riesen-Talent. Aber die Gefahr, dass er bei einem Nichtaufstieg ins Red-Bull-Team zu Ferrari oder Mercedes flüchtet, ist auch eher gering: Ferrari dürfte wohl an Kimi Räikkönen festhalten, Mercedes schleift sich bei Manor mit Pascal Wehrlein einen eigenen Rohdiamanten. (Michael Zeitler)
Fotos: Picture-Alliance

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