Rosberg

Formel 1: Diskussion - Gas und Bremse

— 19.05.2016

Macht ein Rosberg-Wechsel Sinn?

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Ferrari will Nico Rosberg von Mercedes abwerben. Die ABMS-Redakteure diskutieren: Macht das überhaupt Sinn?

Ja:

Vettel wird Rosberg kaum beim Jubeln zusehen wollen

Nach sieben Jahren in einem Team wäre es für Nico Rosberg eine neue Herausforderung. Egal, wie die WM in diesem Jahr ausgeht. Gewinnt der Deutsche den Titel, kann er 2017 nur verlieren. Denn, übertrieben ausgedrückt, ein Kampf mit Vollgastier Lewis Hamilton saugt einem die Seele aus dem Leib. Es ist derartig anstrengend, mental gegen Hamilton zu bestehen, dass man nach einem Gewinnerjahr eine Pause bräuchte oder als Alternative das Team wechselt. Dazu kommt: Das Geld, das Rosberg angeblich für den neuen Vertrag will (er will soviel wie Lewis Hamilton, circa 30 Millionen Euro pro Jahr) würde er von Mercedes nie bekommen. Von Ferrari schon. Aber dazu bräuchte er den Titel. Denn Verlierer werden unter der Herrschaft des allmächtigen Präsidenten Sergio Marchionne nicht gerne gesehen. (Bianca Garloff)

Nein:

Ein Wechsel wäre die Trennung von Rivale Hamilton

Das macht für beide Seiten keinen Sinn. Wozu soll sich Ferrari Nico Rosberg antun? Ferrari hat Sebastian Vettel als Nummer-1-Pilot ausgeguckt, da würde ein renitenter Rosberg nur schaden. Denn dass er nicht gewillt ist, sich hinter einem anderen Piloten anzustellen, beweist er spätestens in dieser Saison bei Mercedes. Wäre er Hamiltons fahrender Sekretär, hätte es den Unfall in Barcelona nie gegeben. Rosberg sollte sich also genau überlegen, wie weit er seine Spielchen mit Mercedes treibt. Denn die Spekulationen um einen Wechsel nach Maranello ausgerechnet in der Phase, in der Rosberg mit Daimler um einen neuen Vertrag feilschen muss, kommen einem schon ein wenig künstlich vor. Als hätte da jemand aus dem Rosberg-Lager nachgeholfen, um Daimler-Chef Dieter Zetsche unter Druck zu setzen. Dieser Schuß könnte schnell nach hinten losgehen. Denn Zetsche weiß: Mit meinem Silberpfeil können einige Piloten gewinnen. Auch ein Mercedes-Junior wie Pascal Wehrlein. (Ralf Bach)
Fotos: Picture-Alliance

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