Stefano Domenicali tritt nach vielen Jahren Ferrari zurück

Formel 1: Domenicali vor Rücktritt

— 14.04.2014

Ferrari-Tief fordert erstes Opfer

Stefano Domenicali ist womöglich nicht länger Ferrari-Teamchef: Zieht die Scuderia damit die Konsequenzen aus der angespannten sportlichen Situation?

Stefano Domenicali soll laut italienischen Medienberichten als Teamchef von Ferrari zurückgetreten sein. Eine offizielle Bestätigung seitens des Teams wird in Kürze erwartet. Die Kündigung des Italieners könnte als Konsequenz aus der sportlichen Misere verstanden werden, in der sich die Scuderia derzeit befindet. Fernando Alonso und Kimi Räikkönen waren in Bahrain nur auf die Plätze neun und zehn gekommen - ein Tiefpunkt in der langen Leidensgeschichte des Teams.

Domenicali war 1991 als junger Mann zu Ferrari gekommen, hatte seine ganze Karriere in Maranello verbracht. 2008 hatte er den Posten des Teamchefs von Jean Todt übernommen, ein Fahrerweltmeistertitel blieb ihm seitdem jedoch verwehrt. Nachfolger könnte möglicherweise Marco Mattiacci werden. Der Italiener steht seit gut 14 Jahren in Diensten des Traditionsrennstalls, 2010 wurde er zum Geschäftsführer der Amerika-Abteilung Ferraris ernannt.

Schluss mit lustig: Offebar hat Luca di Montezemolo (li.) auf den ausbleibenden Erfolg bei Ferrari reagiert und die ersten Köpfe rollen lassen...

Noch vor kurzem hatte Domenicali gegenüber 'Formula1.com' betont, dass ihn das Gerede über seine Zukunft kalt lasse: "Es ist mir egal, was die Leute sagen, denn es gibt so viele Menschen, die meinen Job wollen. Es ist ein großes Privileg, in dieser Position zu sein. Sollte es einmal zu Ende sein, dann werde ich weiter in der Nähe sein, keine Angst. Nicht hier, aber an einem anderen Ort. Das ist kein persönliches Problem. Sagt doch all den neidischen Leuten, die meinen Job wollen, dass die dafür kämpfen müssen!"

Gerüchteweise soll Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo auch Ross Brawn kontaktiert haben. Ebenso wurde spekuliert, dass sogar Flavio Briatore beim Italiener angeklopft haben soll, um sich als potenzieller Nachfolger von Domenicali ins Gespräch zu bringen. Di Montezemolo habe aber dankend abgelehnt, heißt es. Wie dem auch sei, am Ende scheint Mattiacci die besten Karten für den begehrten Posten zu haben.

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