Formel 1: Die besten Bilder vom Frankreich GP

Formel 1: Droht beim Comeback Irrfahrt?

Hülkenberg biegt falsch ab, Vettel skeptisch

Nach zehn Jahren kehrt die F1 zurück nach Frankreich. Gefahren wird erstmals seit 1990 wieder auf dem Circuit Paul Ricard. Das sagen die Piloten.
Optisch ist der Circuit Paul Ricard auf jeden Fall ein Hingucker: Die blauen und roten Linien, mit denen auf dem Kurs in Le Castellet die Auslaufzonen gekennzeichnet sind, ergeben auf der Hochebene in der Provence ein buntes Bild.

Zumindest den Weg ins Fahrerlager fand Hülkenberg

So bunt, dass es für manchen Fahrer schon mal verwirrend werden kann: "Hier geht's vor allem darum, die richtigen Kurven zu treffen und nicht auf dem falschen Layout zu landen", schmunzelt Nico Hülkenberg vor dem Comeback des Frankreich GP. Was zunächst wie ein Witz klingt, ist jedoch gar keiner: "Ich bin am Montag im Simulator ein paar Mal durch die falsche Schikane gefahren. Man sitzt sehr tief und viele Kurven sind blind, man sieht sie erst sehr spät", erklärt Hülkenberg.
Den einen oder anderen Moment des Zögerns, "ob ich jetzt hier richtig bin", hätte es deshalb beim Üben schon gegeben, räumt Hülkenberg grinsend ein: "Wie auf einer Kreuzung, wo man bei vielen Ausfahrten die richtige nehmen muss." Sorgen, dass er sich beim wichtigen Heimspiel für Renault verfährt, hat Hülkenberg aber keine, er geht das Rennen gelassen an: "Wenn du es extra gut machen willst, geht es extra in die Hose", lautet das Motto des Emmerichers.
Dass die Optik der Strecke, die früher schon als Parkplatzkurs verschrien war, allerdings zur besonderen Falle werden kann, mit dieser Meinung steht Hülkenberg nicht alleine da:"Mit den ganzen blauen Linien sieht es schon sehr anders aus, nicht wie eine normale Strecke", meint Renault-Teamkollege Carlos Sainz. "Es fehlt dadurch auch etwas das Gefühl des Risikos." Denn die Auslaufzonen in Paul Ricard sind nicht nur bunt, sondern auch sehr groß.

Vettel: Wenig überzeugt nach Streckenbesichtigung

WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel findet deshalb, "dass es in Frankreich aufregendere Strecken gibt". Der Deutsche würde für die kommenden Jahre sogar einen Wechsel des Austragungsortes befürworten. "Wenn der Frankreich-Grand-Prix im Kalender bleibt, was ich hoffe, würde ich mir einen anderen Kurs wünschen", so Vettel.
Eine andere Meinung hat naturgemäß Rivale Lewis Hamilton. Paul Ricard liege in "einer der schönsten Gegenden der Welt", lobt Hamilton die Neuergänzung zum Kalender. Dass der Brite aus seiner Wahlheimat Monte Carlo nur die vergleichsweise kurze Anreise von 180 Kilometern hat, ist dabei ein angenehmer Nebeneffekt.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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