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Formel 1: Elektronikproblem am Ferrari

— 29.04.2016

Getriebewechsel für Vettel

Keine Besserung in Sicht: Die Scuderia lotet bei ihrer Aufholjagd in Sachen Technik die Grenzen aus und wird so immer wieder vor neue Probleme gestellt.

Im Wettrüsten gibt Ferrari Vollgas. Wie AUTO BILD MOTORSPORT bereit am vergangenen Wochenende berichtete, hat die Scuderia nach Russland eine neue Motorausbaustufe (für drei Entwicklungsjoker!) und einen neuen Frontflügel gebracht. Allein: Wenn das Auto streikt, wird es schwer die Neuerungen auszuprobieren ...
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Nichts geht mehr: Das Team an Vettels defektem Auto

Schon eine halbe Stunde nach Beginn des zweiten Trainings am Freitag rollte Sebastian Vettel mit seiner 'Magherita' aus. Genau auf Höhe der Boxenausfahrt blieb dem Ferrari die Power weg, zum Abbiegen war es da schon zu spät. Vettel kam dann auf der Start-Ziel-Geraden zum Stehen. Entnervt nahm er das Lenkrad ab und funkte an sein Team: "Ich habe die Elektronik verloren." Das Training war für den Heppenheimer beendet: Die Ferrari-Mechaniker bekamen Vettels Dienstwagen nicht mehr rechtzeitig einsatzfähig.

"Wir wissen noch nicht genau was los war. Sicher können wir es beheben, aber erst einmal müssen wir es verstehen", sagte Vettel mit Blick auf das Elektronikproblem. Weil die Mechaniker die ERS-Batterie vorsorglich ausbauten, lief am Ende die Zeit davon. "Die interessanteste Aufgabe wäre heute Nachmittag gewesen, wie es im Renntrimm aussieht. Aber dazu kam ich ja leider nicht mehr", konstattierte der frustrierte Vettel. Das Jahr der Zuverlässigkeit ist die Saison 2016 für die Scuderia jedenfalls noch nicht. Teamkollege Kimi Räikkönen schied beim Auftakt in Australien mit einem Motorschaden aus, Vettel wurde in Bahrain gleich von mehreren Technik-Defekten heimgesucht und verpasste durch einen Motorplatzer in der Aufwärmrunde sogar das Rennen.
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Jetzt der nächste Hammer: Vor dem Rennen in Russland hat Ferrari Vettels Getriebe gewechselt. Da die Schaltbox nicht die geforderten sechs Rennen am Stück hielt, muss der Heppenheimer nach dem Qualifying morgen fünf Startplätze zurück!

Frust in der Box: Die Kollegen fahren, Vettel schreibt

Wenig hilfreich dürfte bei Ferraris Suche nach der Haltbarkeit der interne Druck sein, den FIAT-Präsident Sergio Marchionne derzeit ausübt. Der Italiener ist nicht gerade für seine Geduld bekannt. "Ferrari muss immer ganz vorne stehen. Alles andere ist nicht Ferrari", polterte er zuletzt.

Den Abstand zu Mercedes zu beurteilen traut sich Vettel im Moment nicht. "Beide Silberpfeile sehen hier wieder sehr stark aus. Sie gilt es zu schlagen - vor allem morgen, wenn man auf die Pole will", sagt er und weiß: "Die Favoriten sind wir noch nicht."

Typisch Vettel: Er bleibt dennoch Optimist. "In der aktuellen Phase ist es wichtig zu punkten. Denn in dieser Saison ist es noch ein besonders langer Weg", bezieht er sich auf die noch 18 ausstehenden Rennen in der längsten Grand-Prix-Saison der Geschichte. 42 Punkte Rückstand hat der 42-fache GP-Sieger im Moment schon auf Nico Rosberg. Am Sonntag muss der Ferrari laufen, damit es nicht noch mehr werden.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Sky Sports

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