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Formel 1: Experten loben Verstappen

— 22.07.2016

„Max ist wie Senna“

Der junge Holländer Max Verstappen gilt in der Formel 1 jetzt schon als Champion der Zukunft. Gerhard Berger vergleicht ihn sogar mit Ayrton Senna.

Heute landete Max Verstappen zwar 'nur' auf Rang vier, trotzdem avanciert der Holländer immer mehr zum neuen Liebling der Formel-1-Szene. Seit seinem Wechsel zu Red Bull machte er 77 WM-Punkte. Damit ist er in einer virtuellen Tabelle der letzten sechs Rennen WM-Zweiter hinter Lewis Hamilton. In der realen WM-Wertung fehlen ihm nur noch acht Punkte auf Sebastian Vettel.

Gerhard Berger war bei McLaren Senna-Teamkollege

Wichtiger noch: Die Art und Weise, wie er auf sich aufmerksam macht. Einer der Experten, die ins Schwärmen geraten, wenn sie von Red-Bull-Wunderkind Max Verstappen (18) reden, ist Ex-Formel-1-Star Gerhard Berger (57). „Man hat es kürzlich unter den Mischbedingungen in Silverstone gesehen“, so der Ex-Ferrari-Pilot in der aktuellen Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT. „Da gibt es zwei Piloten, die den Unterschied machen, weil sie einfach mehr riskieren als die anderen: Lewis Hamilton und Max Verstappen. Max fuhr wie ein junger Gott, sein Überholmanöver gegen Nico Rosberg auf der Außenbahn war einzigartig. Damit erinnert er mich stark an den jungen Ayrton Senna.“

Berger muss es wissen: Der Österreicher, eines der größten Fahrtalente der 80er-Jahre, hielt sich für den Besten, Schnellsten, Unbezwingbarsten. „Bis ich auf Ayrton traf.“
So lief der Freitag in Budapest: Rosberg mit Bestzeit, Hamilton mit Abflug

Auch Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko lobt den Shootingstar in den höchsten Tönen. „Ich habe ihn schon lange beobachtet. Max konnte sich sofort auf verschiedene Bedingungen einstellen. In seiner letzten Formel-3-Saison fuhr er Kreise um die anderen“, berichtet der Österreicher. Und: Max ist mental älter als 18. Er weiß genau, wo er hin will. Er tut alles, um sich stetig zu verbessern. Er hat meine Erwartungen dann auch übertroffen. Aber nicht wegen seines Sieges in Barcelona. Sondern weil seine Lernkurve steiler verläuft, als man erwarten konnte.“

Für Max Verstappen läuft es derzeit in der Formel 1

Selbst seine Auftritte im Fahrerlager versprechen einen echten Typen, der da heranwächst. Als seine Fahrerkollegen sich in der FIA-Pressekonferenz über den Look der Sieger-Trophäe von Barcelona aufregen, sagt der Red Bull-Star nur cool: „Ich mag die Trophäe, sie sieht doch gut aus!“ Kein Wunder, immerhin hat er sie zu Hause stehen... Als eine argentinische Journalistin ihm berichtet, dass er in Südamerika einen neuen Formel-1-Boom entfacht hätte, bedankt er sich artig und noch ein wenig unbeholfen: „Danke, und ich liebe argentinische Steakhäuser!“

Am Sonntag hat der WM-Sechste derweil gute Chancen seine Platzierung weiter zu verbessern. Sein Red Bull gilt mit viel mechanischem Grip als erster Mercedes-Herausforderer auf dem Hungaroring. Verstappens Teamkollege Daniel Riccardo konnte das mit Platz zwei bereits im Training am Freitag unter Beweis stellen.

Autor: ABMS

Fotos: Picture-Alliance

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