Mercedes

Vergleich: Formel 1 2017 vs. 2016

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Formel 1: F1 W08 Hybrid EQ Power+

— 23.02.2017

Mercedes' neue Wunderwaffe

Mercedes startet in der Formel-1-Saison 2017 mit dem F1 W08 Hybrid EQ Power+. Die Details zum Auto und was sich Toto Wolff von diesem erhofft.

Zwei Buchstaben: EQ für "Emotion und Intelligenz" - mit diesem Begriff, der zukünftig alle Hybrid-Fahrzeuge der Marke mit dem Stern bezeichnen soll, betitelt Mercedes seinen neuen Formel-1-Boliden. F1 W08 Hybrid EQ Power+ heißt der neue Silberpfeil mit vollem Namen. Am Donnerstag wurde der Renner für die Saison 2017 im britischen Silverstone der Weltöffentlichkeit vorgestellt. "Das Auto sieht unglaublich aus", schwärmte der dreimalige Weltmeister Lewis Hamilton: "Es ist so ziemlich das detaillierteste Auto der Formel-1-Geschichte."

Lewis Hamilton und Teamkollege Valtteri Bottas

Nicht nur im Namen, auch in der Farbgebung schlagen sich die Hybrid-Komponenten nieder: Die Lackierung des W08 beinhaltet neben dem bekannten Farbschema eine elektrisch blaue Visualisierung des Luftflusses vom Frontflügel bis zu den Enden der Seitenkästen. Fünf Meter lang und zwei Meter breit ist das Auto insgesamt. Gewicht: die minimal erlaubten 728 kg!

Aerodynamisch ist der neue Mercedes nicht unbedingt ein Hingucker. Und genau darin liegt das Problem für die Konkurrenz. Denn der Silberpfeil ist ungewöhnlich gewöhnlich und greift eben nicht alle bisher vorgestellten Elemente der neuen Fahrzeuge auf. Der W08 wirkt extrem grazil - bei ihm dürfte der Luftwiderstand weniger angestiegen sein als bei den Modellen der Rivalen. Das müsste Renault und Co. zu denken geben.

Was auffällt: Das Auto hat einen extrem langen Radstand. Auf die Knollennase à la Force India hat Mercedes verzichtet. Trotzdem lässt der Silber-Zinken offenbar genügend Luft unter das Auto, um den Diffusor anzuströmen. Das riesige Segel auf der Motorhaube hat beim Weltmeisterteam ebenfalls keinen Abnehmer gefunden. Noch jedenfalls nicht: Bei den Testfahrten soll mit der Haifischflosse zu rechnen sein. Interessant sind indes die Seitenkästen: Sie bauen vorne relativ groß, verschlanken sich nach hinten aber extrem. Das Kühlkonzept - 2017 noch wichtiger als zuvor - muss ein besonders ausgeklügeltes sein. 

Alle Bilder vom neuen Mercedes und die Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger in der Galerie:

Vergleich: Formel-1-Autos 2017 vs. 2016

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Mercedes-Sportchef Toto Wolff gibt sich jedenfalls optimistisch: "Das neue Reglement für 2017 wurde entwickelt, um mithilfe eines großen Zuwachses an aerodynamischer Performance die schnellsten F1-Autos der Geschichte zu bauen. Sie sollten für die Fahrer schwieriger zu fahren sein und hoffentlich aus Sicht der Fans spektakulärer aussehen. Den Beweis hierfür werden die ersten Rennen erbringen, aber voraussichtlich haben wir dieses Ziel erreicht."

Toto Wolff warnt vor zu großen Erwartungen...

Der Österreicher warnte aber auch vor der Favoritenrolle, die dem dominierenden Team der letzten Jahre automatisch zugeschrieben wird. "Jede Regeländerung bringt natürlich einen gewissen Neustart mit sich. Das birgt aber auch eine große Chance in sich. Wir müssen jetzt bescheiden bleiben und beide Füße auf dem Boden behalten", so Wolff. "Noch hat kein Team ein Rennen unter dem neuen Reglement bestritten. Somit haben wir alle noch die gleiche Punktzahl: nämlich null."

Autor: ABMS

Fotos: Picture-Alliance

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