Formel 1 2017

Formel 1: Fahrerbesetzung 2018

— 29.03.2017

Bleibt Massa noch länger?

In Melbourne gab es bereits die ersten Spekulationen, wie das Fahrerfeld 2018 aussehen könnte. Im Zentrum: Ferrari, Felipe Massa und Fernando Alonso.

Wer muss um sein Cockpit bangen? Wer hat die Möglichkeit, 2018 in einem besseren Team zu fahren? 14 Fahrer haben nur einen Vertrag für 2017, bloß sechs Fahrer auch darüber hinaus. Der große Überblick über das Fahrerfeld 2018:

Mercedes

Lewis Hamilton, Vertrag bis Ende 2018
Noch offen


Ist Valtteri Bottas nur eine Übergangslösung bei Mercedes für die Saison 2017? Möglicherweise ja, denn Nico Rosberg glaubt, dass Mercedes die Fühler nach Sebastian Vettel ausstrecken wird. Zu La Repubblica sagt er: „Sein Vertrag endet dieses Jahr. Es wäre eine sinnvolle Lösung für Mercedes. Ich bin sicher, dass sie diese auch in Betracht ziehen werden.“ Vettel selbst versteht entsprechende Gedankenspiele: "Ich verstehe es, wenn man das als Außenstehender so sieht. Momentan aber ist es mein einziges Ziel, mit Ferrari gemeinsam nach vorn zu kommen." Sebastian Vettel und Lewis Hamilton in einem Team – schwer vorstellbar, dass Mercedes nach dem Zoff zwischen Hamilton und Rosberg zwei Alphatiere verpflichtet. Mercedes-Sportchef Toto Wolff lässt vieles offen: „Wir haben einige Optionen. Wir haben mit Pascal Wehrlein und Esteban Ocon großartige Juniorfahrer. Aber sie brauchen ein bisschen mehr Zeit.“ Auch Bottas könnte 2018 an Bord bleiben. Wolff: „Er muss nur performen und schnell sein, dann kann die Zukunft ihm gehören.“ In Melbourne war er im Rennen stark – wenn er daran anknüpft, hat er alles richtig gemacht.

Red Bull

Daniel Ricciardo, Vertrag bis Ende 2018
Max Verstappen, Vertrag bis Ende 2019

Ferrari

Offen
Offen


Die Verträge beider Ferrari-Piloten laufen 2017 aus: Nach dem Auftaktsieg in Melbourne dürften Wechselgerüchte von Sebastian Vettel zu Mercedes vorerst wieder verstummen. Dafür steht einmal mehr Kimi Räikkönens Zukunft in Frage. 22,6 Sekunden Rückstand auf Vettel hatte er beim Auftakt in Melbourne. Weil Ferrari-Testfahrer Antonio Giovinazzi als Ersatz bei Sauber überzeugen konnte, fordert Ex-Ferrari-Rennleiter Cesaro Fiorio die Scuderia auf, den Italiener für 2018 zu befördern. "Ich verfolge seine Karriere schon seit vier, fünf Jahren. Er ist definitiv das beste Talent, dass Italien derzeit hat. Ferrari hat alles richtig gemacht, als sie ihn unter Vertrag genommen haben. Jetzt hoffe ich, dass sie ihm eine Chance geben", sagt der Italiener.

Force India

Offen
Esteban Ocon, Vertrag bis Ende 2018


Mercedes hat Esteban Ocon langfristig bei Mercedes geparkt. Wenn die Silberpfeile den Franzosen 2018 aber im Werksteam sehen wollen, muss Force India in den sauren Apfel beißen. Auch Sergio Pérez will in ein Topteam aufsteigen. Möglicherweise braucht Force India 2018 auch einen Bezahlfahrer, denn die Schlinge um den in Indien angeklagten Teambesitzer Vijay Mallya zieht sich immer enger. Inzwischen hat Indien in England einen Auslieferungsantrag gestellt.
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Williams

Noch offen
Noch offen


Felipe Massa könnte bei Williams auch 2018 an Bord bleiben

Felipe Massa hat eigentlich schon seinen Rücktritt verkündet, greift 2017 aber doch nochmal an. Er steht Rookie Lance Stroll als Lehrmeister zur Verfügung. Doch nach dem starken sechsten Platz in Australien wird bereits über eine Fortsetzung seiner Karriere auch 2018 spekuliert. Massa sagt dazu selbst: "Ich habe mich zur Rückkehr entschlossen. Und ich weiß nicht, was noch alles passieren wird und ob ich bleibe. Wenn ich die Möglichkeit habe, weiter zu fahren, ich mich fit fühle und konkurrenzfähig bin, wenn ich gute Arbeit leiste und einige gute Optionen habe – vielleicht bleibe ich dann der Formel 1 erhalten." Wegen Hauptsponsor Martini – ein Spirituosenhersteller – braucht Williams einen Fahrer, der mindestens 25 Jahre alt ist. Nur so kann Martini weltweit mit ihm werben. Stroll ist auch nur bis Ende 2017 fix, aber wenn er keine Chance auf ein besseres Team hat, wird der Kanadier an Bord bleiben. Trotz seines bisher eher dürftigen Einstands. Der finanzielle Einfluss seines Vaters im Team ist zu groß, um sich von Stroll zu trennen.

McLaren

Noch offen
Stoffel Vandoorne, Vertrag bis Ende 2018


Fernando Alonso hat immer klargestellt: Er bleibt nur dann bei McLaren, wenn das Team erfolgreicher wird. Und nur dann in der Formel 1, wenn die Autos 2017 wieder mehr Spaß machen. Seine Entscheidung wollte der Spanier nicht vor dem September fällen – auch wenn McLaren derzeit tief in der Krise steckt. Sogar über einen vorzeitigen Ausstieg von Alonso während der Saison wird spekuliert. Doch Alonso hält das für Unsinn: "Ich gehe? Wohin denn? Was soll ich denn zu Hause machen? Auf dem Sofa sitzen und Fernsehen schauen oder Abendessen kochen?", so der Spanier gegenüber Corriere della Sera. Es gibt aber auch Spekulationen, dass McLaren zu Mercedes zurückkehrt. Das könnte Alonso neu motivieren. McLaren-Junior Stoffel Vandoorne hat einen Vertrag bis Ende 2018.
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Toro Rosso

Noch offen
Noch offen


Carlos Sainz will bei Toro Rosso nicht steckenbleiben. Weil der Aufstieg ins Mutterteam Red Bull wegen bestehender Verträge wohl nicht machbar ist, wird sich der Spanier nach einer Alternative umschauen. Die Ferrari oder Renault heißen könnte. Daniil Kvyat muss seine Horror-Saison 2016 vergessen machen, sonst ist auch er raus. Nur: Mit Pierre Gasly hat Red Bull nur einen Junior, der schon über Formel-1-Reife verfügt.

Haas

Noch offen
Kevin Magnussen, Vertrag bis Ende 2018


Kevin Magnussen ist fix, Romain Grosjean hofft auf eine Beförderung zu Ferrari 2018. Bleibt die aus, könnte er an Bord bleiben. Ein talentierter US-Amerikaner ist für das amerikanische Team noch nicht in Sicht.

Renault

Nico Hülkenberg, Vertrag bis Ende 2018
Noch offen


Carlos Sainz ist ein Kandidat für Renault

Nico Hülkenberg ist aus langfristigen Motiven zu Renault gewechselt. Er wird 2018 also bleiben. Jolyon Palmer muss sich aber stark steigern, wenn er auch 2018 bei Renault bleiben will. Alternativen gibt es genug: Valtteri Bottas, Sergio Pérez, Carlos Sainz. Besonders Sainz wird mit Renault in Verbindung gebracht. Mit dem Finanzdienstleistungskonzern Mapfre steigt ein spanischer Sponsor bei Renault ein, Spanien ist zudem ein wichtiger Markt für den Autogiganten. Sainz als Spanier käme daher wie gerufen. Doch Vater Sainz, die Rallye-Legende Carlos Sainz Senior, erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur EFE: "Es ist unangemessen, darüber jetzt schon zu sprechen. In seinem Kopf dreht sich alles um Toro Rosso und darum, das Beste aus dem neuen Auto zu holen."

Sauber

Noch offen
Noch offen


Bei Sauber wird die Fahrerfrage traditionell spät entschieden. Kommt Honda wirklich als neuer Motorpartner an Bord, könnte bei Sauber ein Honda-Junior wie Nobuharu Matsushita andocken. Marcus Ericsson hat durch seine schwedischen Geldgeber, die das Sauber-Team gekauft haben, und Pascal Wehrlein dank Mercedes-Support gute Chancen auf einen Verbleib.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance; Hersteller; Red Bull Content Pool

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