Formel-1-Siegerehrung

Formel-1-Fahrerwertung

— 24.11.2008

Die Formel-1-Olympiade

Immer mal wieder steht das Punktsystem der Formel 1 zur Disposition. Der aktuelle Vorschlag – Medaillen für die ersten Drei – stammt von Formel-1-Guru Bernie Ecclestone persönlich.

Rechteinhaber Bernie Ecclestone scheint die Formel-1-WM schon von der kommenden Saison an mit einem vollkommen neuen Wertungsmodus reformieren zu wollen. Das bestehende Punktsystem soll der Vergabe von Medaillen für die ersten drei Plätze nach dem Vorbild der Olympischen Spiele weichen, so dass der Fahrer mit den meisten Siegen den WM-Titel gewinnen würde. "Die FIA und alle Teams stehen dahinter und es wird gemacht werden", sagte Ecclestone. Platzierungen ab Rang vier würden dann nach dem Willen Ecclestones zwar in die Gesamtwertung eingehen, aber nicht in der für den Fahrer-WM-Titel ausschlaggebende Rangliste zum Tragen kommen.

Seit mehr als 30 Jahren lenkt und leitet Bernie Ecclestone die Geschicke der formel 1.

Nach Ansicht Ecclestones würde die Formel 1 dadurch attraktiver, weil die Piloten immer bis zum Schluss um den Rennsieg kämpfen müssten. "Die Notwendigkeit dafür wurde durch den Grand Prix von Brasilien am Ende dieser Saison unterstrichen. Hamilton musste nur unter die ersten Fünf kommen und nicht gewinnen, um Weltmeister zu werden. Das neue System würde zu Überholmanövern ermutigen", sagte der Formel-1-Chef. Außerdem verspricht sich Ecclestone von dem neuen Reglement, das einer kleinen Revolution gleichkommen würde, größere Transparenz. "Jeder versteht Goldmedaillen und Silber und Bronze. Fast alle Sportarten funktionieren so." Der Konstrukteurstitel soll weiterhin nach dem bisherigen Punktesystem vergeben werden. Der Internationale Automobilverband FIA bestätigt, dass Ecclestone bereits mit FIA-Präsident Max Mosley über seine Idee gesprochen habe. Der Installation eines neuen Punktesystems ab dem ersten Saisonrennen 2009 am 29. März in Melbourne müsste der FIA-Weltrat bei seiner Sitzung im Dezember 2008 zustimmen.

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