Die besten Bilder aus China

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Formel 1: Ferrari-Crash am Start

— 17.04.2016

Zoff zwischen Vettel und Kvyat

Die Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen kollidierten in China in Kurve eins. Schuld soll ein Red Bull gewesen sein: Die Aufklärung.

Sebastian Vettel war sauer. Nicht aber über seinen zweiten Platz beim Großen Preis von China, sondern auf den Drittplatzierten Daniil Kvyat. Der Russe hatte Vettel in der ersten Kurve innen überholt und so eine Kollision des Deutschen mit seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen ausgelöst. Der Finne fiel bis auf Rang 19 zurück, wurde am Ende Fünfter. Vettel musste sich von Platz acht aus wieder nach vorne kämpfen.
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Drei Autos in einer Kurve: Immer eine schlechte Idee

Im Raum vor der Podiumszeremonie herrschte der Vierfachweltmeister Kvyat deshalb unwirsch an. Der Dialog im Wortlaut. Vettel: "Du kamst angeschossen wie ein Torpedo!" Kvyat: "Das ist Racing." Vettel: "Aber da war ein anderes Auto neben mir. Wenn ich weiterfahre, kracht's." Kvyat: "Dann darfst Du halt nicht weiterfahren."

Das Wortduell zweier Leadertypen! Aber wer hatte Recht?

Sky-Experte Marc Surer analysiert: "Kvat ist schön innen auf seiner Spur geblieben - der ist sauber gefahren. Kimi dagegen hat sich verbremst, Vettel will vorbei und als Kimi wieder nach innen zieht, da war Kvyat schon da." Räikkönens Ausrutscher als Ursache allen Übels. Surer: "Vettel hat nichts falsch gemacht, aber Kvyat ebenso wenig." Räikkönen dagegen ist zu stark und rücksichtslos zurück nach innen gezogen.
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Hier kracht es: Vettel und Räikkönen kollidieren

Vettel hat sich via Boxenfunk anschließend sogar beim Team entschuldigt, beteuerte: "Das war keine Absicht." Späte erklärte er: "Ich war in der Zange und wusste nicht wohin. Kimi hat sich verbremst, wollte nach innen ziehen, aber Daniil hatte mehr Schwung, ich musste ausweichen und hatte keine andere Wahl als Kimi zu berühren."

Kvyat cool: "Ich verstehe Sebastians Ärger, gerade wenn die Emotionen hochkochen. Aber so eine Aktion kann mich aufs Podium bringen. Ich werde weiter so Rennen fahren und jeder sollte damit rechnen." Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko: "Das sehe ich wie Daniil. Seb ist ja Räikkönen ins Auto gefahren und nicht Daniil Seb." Dazu kommt: Die Innenbahn war tatsächlich komplett frei.

Ferrari-Boss Marchionne guckte in Shanghai genau hin

Übrigens: Der Startunfall beider Ferrari passierte vor den Augen von Oberboss Sergio Marchionne. Der Ferrari-Präsident ist ungeduldig, hatte vor dem Rennen gesagt: "Die Uhr tickt und das Team weiß das." Später grummelte er: "Ein grausamer Start, auf den wir nicht stolz sein können. Aber wir sind auf dem richtigen Weg. Drittes Rennen, drittes Podium."

Insgesamt war auch Vettel zufrieden. "Bis auf Rang zwei vorzufahren ist ein klasse Ergebnis. Nico war heute in seiner eigenen Welt. Wir kommen so langsam in Schwung - alles in allem stehen wir besser da als letztes Jahr." Platz eins ist ohne Mercedes-Probleme derzeit aber illusorisch.
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Und auch bei Red Bull hat man Blut geleckt. Ohne einen Reifenplatzer des nach dem Start in Führung liegenden Daniel Ricciardo, der von Trümmerteilen ausgelöst wurde, wäre noch mehr als Kvyats dritter Platz drin gewesen. Marko: "Wir hoffen, dass das Motorupdate von Renault nun schon früher kommt - vor Montreal also. Mit den 35 PS mehr können wir noch öfter vorne mitmischen." Der Red Bull hat offenbar das beste Chassis. "Wir fürchten uns auch nicht mehr vor Geraden, weil wir mit flachen Flügeln trotzdem Rundenzeit erzielen können."

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Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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