Formel 1: Die besten Bilder aus Monaco

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Formel 1: Ferrari-Doppelsieg in Monaco

— 28.05.2017

Vettel gewinnt im Fürstentum

Sebastian Vettel gewinnt den Monaco GP vor Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen. Daniel Ricciardo Dritter, Pascal Wehrlein bei heftigem Crash im Glück.

16 Jahre nach Michael Schumacher im Jahr 2001 hat Ferrari wieder in Monte Carlo gewonnen! Sebastian Vettel siegt beim den Großen Preis von Monaco und feiert seinen zweiten Triumph im Fürstentum."Yesss, yesss, yesss", jubelte Vettel bei der Zieldurchfahrt am Funk.
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Der Ferrari-Star hat seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen dank einer besseren Strategie überholt. Der Taktik-Clou des Deutschen: Vettel wurde vier Runden später als der Finne zu seinem einzigen Stopp gerufen und hatte bis dahin eine schnellste Runde nach der anderen in den Asphalt gebrannt. Sollte der Platzwechsel der beiden roten Renner eine versteckte Stallorder gewesen sein, hat Vettel sie zumindest exzellent umgesetzt. Immerhin: Räikkönen kam auf Rang zwei hinter Vettel ins Ziel. Allerdings war er alles andere als happy darüber. Bei der Siegerehrung stand er wie versteinert da, verzichtete auch darauf mit Champagner zu spritzen.

Die Top-3: Räikkönen, Vettel und Ricciardo

Überraschend kam Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo auf Rang drei ins Ziel. Der Australier war von Platz fünf gestartet auf einer ähnlichen Strategie unterwegs wie Vettel und kassierte sowohl den zunächst drittplatzierten Mercedes-Piloten Valtteri Bottas (Startplatz drei) als auch seinen Teamkollegen Max Verstappen, der von Platz vier losfuhr und Fünfter wurde. Der Niederländer quittierte den Strategie-Coup am Boxenfunk: „What a fucking desaster!“ Trotz eines zweiten Stopps und frischer Reifen kam Verstappen nicht mehr an Bottas vorbei. Mercedes-Star Lewis Hamilton wurde noch hinter Carlos Sanz (Toro Rosso) Siebter.

Den Stunt des Tages legte Pascal Wehrlein hin. Im Duell mit Jenson Button hebelte der Brite den Sauber aus - Wehrlein schlug mit dem Kopf voran seitlich in die Leitplanke vorm Tunneleingang ein, konnte aber unverletzt aus seinem Auto klettern. Button musste den McLaren-Honda bei seinem Comebackrennen ebenfalls abstellen. Als Fernando Alonso seinem Ersatzmann vorm Start aus Indianapolis via Boxenfunk viel Erfolg wünschte und um ein heilen McLaren bat, scherzte der Ex-Champion noch: „Ich werde in dein Auto pinkeln.“

Renault-Pilot Nico Hülkenberg fiel mit Getriebeschaden auf Rang zehn liegend bereits Anfang des Rennens aus. Der zweite Sauber von Marcus Ericsson und McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne rutschten in Kurve eins in die Reifen. Beiden wurde ein aufgebrochener Asphalt zum Verhängnis, auf dem die Reifen keinen Grip mehr gefunden haben.

So lief der Samstag:

Kimi Räikkönen hat seinem Ferrari-Kollegen Sebastian Vettel die Pole-Position für das Formel-1-Rennen in Monaco weggeschnappt. Der Finne war am Samstag in der Qualifikation in Monte Carlo 0,043 Sekunden schneller als der deutsche WM-Spitzenreiter. "Glückwunsch an Kimi, er war heute schneller", kommentierte Vettel, der seine Chance auf die Pole nach eigener Aussage im zweiten Sektor verspielte: "Da war ich heute zu gierig, wollte zu viel", so Vettel.

Dritter hinter den beiden Ferraris wurde Mercedes-Pilot Valtteri Bottas. Der WM-Zweite Lewis Hamilton war hingegend als 14. überraschend schon im zweiten Durchgang gescheitert.
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Jubel bei Ferrari über die erste Startreihe in Monaco

Hamilton hatte Schwierigkeiten seinen Mercedes problemlos um den engen Stadtkurs zu bringen und musste in Q2 gleich zwei schnelle Versuche abbrechen. Auf seinem letzten Run crashte dann direkt vor dem Briten McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne. Die gelben Flaggen erwischten Hamilton eiskalt, er konnte seine Zeit nicht mehr verbessern und musste vorzeitig die Segel streichen. Der Mercedes-Star kann am Sonntag nur auf ein Wunder hoffen, denn Überholen kann man in Monaco kaum. "Eine Katastrophe, auch mit Blick auf die WM. Wir müssen genau analysieren, ob etwas kaputt oder das Set-Up verkehrt war", analysierte Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda.

Hamilton selbst zeigte sich nach dem für ihn unglücklichen Qualifying geknickt: "Wenn ich morgen einen Punkt bekomme, wäre das schon toll. Ich freue mich, wenn der Sonntag vorbei ist." Vor dem sechsten Saisonlauf liegt Hamilton in der Gesamtwertung sechs Punkte hinter Vettel.

Für die beiden anderen Deutschen im Feld lief es am Samstag im Fürstentum nicht nach Plan. Nico Hülkenberg verpasste im Renault das Top-10-Qualifying und wurde Zwölfter. Sauber-Pilot Pascal Wehrlein schaffte es nur auf den 19. und vorletzten Platz, startet morgen aber immerhin vor Teamkollege Marcus Ericsson in das Rennen am Mittelmeer.

So lief das Abschlusstraining:

WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel hat auch das Abschlusstraining zum Formel-1-Rennen in Monaco dominiert. Im Ferrari verbesserte der Hesse am Samstag seinen Rundenrekord vom Vortag noch einmal und war am Ende 0,345 Sekunden schneller als Teamkollege Kimi Räikkönen.

Platz drei belegte Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas. Lewis Hamilton musste sich im zweiten Silberpfeil mit Rang fünf hinter dem Red-Bull-Piloten Max Verstappen begnügen. Nico Hülkenberg kehrte im Renault als 15. zurück an die Box. Für Pascal Wehrlein reichte es im Sauber nur zu Platz 19. Für die Qualifikation am Nachmittag können sich beide nur wenig Hoffnungen auf einen guten Startplatz machen.

In der WM-Gesamtwertung liegt Vettel vor dem sechsten von 20 Saisonläufen am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) sechs Punkte vor dem Briten Hamilton. Beide haben in diesem Jahr bereits zwei Rennen gewonnen. Hamilton entschied den Klassiker in Monte Carlo in der Vorsaison für sich.

So lief der Donnerstag im Fürstentum:

Im Formel-1-Straßenkampf von Monaco suchen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton nach der Schwachstelle des Gegners. Schon vor dem sechsten der 20 Saisonrennen am Sonntag hat sich das Titelrennen zum Duell des deutschen Ferrari-Piloten mit dem britischen Mercedes-Star verdichtet. Beide rechnen mit einer epischen Kraftprobe über die ganze Distanz. „Es ist ein Rundum-Zweikampf, körperlich, mental, technisch - und deswegen ist es ein großartiger Kampf“, sagte Hamilton in Monte Carlo.
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Im Training erwies sich am Donnerstag Vettel als der deutlich Bessere. Dem 29-Jährigen gelang in 1:12,720 Minuten eine Fabelrunde, nie war jemand schneller auf dem legendären Kurs. Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo hatte als Zweiter vor Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari fast eine halbe Sekunde Rückstand auf Vettel. Hamilton, der am Vormittag noch vor Vettel lag, musste sich in der zweiten Einheit mit Rang acht begnügen und hat für die vorentscheidende Qualifikation am Samstag offenbar noch etwas Arbeit zu erledigen.

Lewis Hamilton fand am Nachmittag nicht in die Spur

Weil Ferrari und Mercedes bislang auf Augenhöhe operieren, geben Kleinigkeiten den Ausschlag über Sieg und Niederlage. Zuletzt bei der begeisternden Mann-gegen-Mann-Hatz in Barcelona half Hamilton ein strategischer Kniff, um an Vettel vorbei zum zweiten Saisonsieg zu fahren. „Wir hätten alle fünf bisherigen Rennen gewinnen können“, meint Vettel und will damit sicher auch ein Signal der Stärke ins andere Lager senden.

Noch aber sieht Hamilton die Zeit für Psychospiele nicht gekommen. „Ich habe nicht die Absicht dazu“, sagte der 32-Jährige, betonte aber auch gleich: „Ich bin stolz darauf, dass ich mental sehr stark bin.“ Zunächst indes will Hamilton Taten sprechen lassen. „Ich will ihn im Auto schlagen, wenn er in Bestform ist. Denn das sagt alles, was zu sagen ist“, erklärte der Dreifach-Champion.

Ein Sieg beim Klassiker in Monaco würde Hamilton bei derzeit sechs Punkten Rückstand auf Vettel an die WM-Spitze bringen. Viermal in Serie hat Mercedes zuletzt im Fürstentum gewonnen. Dagegen wartet Ferrari seit dem letzten Monaco-Triumph von Michael Schumacher vor 16 Jahren auf einen Sieg an der Côte d'Azur. „Es wäre mal wieder an der Zeit“, sagte Vettel.

Red Bulls Daniel Ricciardo war erster Vettel-Verfolger

Anders als im Vorjahr fühlt sich der Hesse endlich wieder wohl in seinem Dienstwagen, und sieht dies als Grundlage für seinen zweiten Sieg in Monte Carlo nach 2011, als er im Red Bull gewann. „In Monaco geht es um Selbstvertrauen, man muss in den Rhythmus kommen. Wenn man dem Auto nicht ganz vertraut, dauert es länger, bis man ans Limit geht - oder man kommt sogar gar nicht dorthin“, erklärte Vettel.

Dagegen fühlt sich Hamilton im neuen Silberpfeil immer noch, als müsse er „einen Bullen zähmen“. Weil der Mercedes mit seinem längeren Radstand eher für lange und schnelle Kurven gebaut ist, sehen manche den WM-Zweiten auf dem winkligen Kurs in den Häuserschluchten im Nachteil gegen Vettels agileren Ferrari. Der Rundenrekord des Deutschen im Training untermauerte diese These - und dürfte von Hamilton als weitere Kampfansage aufgefasst werden.

So lief das erste Training:

Vorjahressieger Lewis Hamilton hat im ersten Training der Formel 1 in Monaco seinen WM-Rivalen Sebastian Vettel auf Platz zwei verwiesen. Der britische Mercedes-Pilot war am Donnerstag in Monte Carlo 0,196 Sekunden schneller als der deutsche WM-Spitzenreiter im Ferrari. Dritter wurde der Niederländer Max Verstappen im Red Bull.
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Sebastian Vettel fehlte noch etwas zur Bestzeit

Enttäuschend begann der Arbeitstag für Nico Hülkenberg. Wegen eines technischen Problems an seinem Renault konnte der Rheinländer keine gezeitete Runde absolvieren und musste fast die komplette Einheit in der Garage verharren. Pascal Wehrlein belegte in seinem Sauber Rang 18. Jenson Button, der in Monaco den McLaren-Stammpiloten Fernando Alonso ersetzt, kehrte als 14. zurück an die Box. Alonso startet am Sonntag beim 500-Meilen-Rennen in Indianapolis.

In der WM-Gesamtwertung führt Vettel vor dem sechsten Saisonlauf am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) mit sechs Punkten Vorsprung vor Hamilton. Beide Piloten haben in diesem Jahr bereits zwei Rennen gewonnen. Hamilton entschied den Grand Prix in Monaco im vergangenen Jahr zum zweiten Mal für sich. Davor fuhr Nico Rosberg dreimal in Serie im Silberpfeil als Erster ins Ziel.
Fotos: Picture-Alliance

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