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Formel 1: Ferrari hofft auf 2017

Vettel versteht Rosberg nicht (ganz)

Die Scuderia Ferrari weilt anlässlich der Ferrari Racing Days gerade in Daytona (Florida). Vettel und Co. wurden dort vom Rosberg-Rücktritt überrascht.
"Timing ist alles im Leben“, sagt Ferrari-Präsident Sergio Marchionne zur Nachricht des Wochenendes. "Mein Kompliment an Nico Rosberg, dass er den Mut hatte, auf dem Höhepunkt zurückzutreten. Er hat einen Großteil seines Lebens ins Rennfahren investiert. Er ist Weltmeister. Was will er mehr?“ Auch Teamchef Maurizio Arrivabene lobt: "Wir reden immer nur über Technik und Reifen und vergessen, dass wir alle Menschen sind. Deshalb respektiere ich seine Entscheidung sehr. Nico hat auf sein Herz gehört und sich für ein anderes Leben entschieden.“
Nur einer kann den Abschied nicht ganz nachvollziehen. Sebastian Vettel. Zumindest hegte der Vierfachweltmeister nach seinem ersten Titel keine Rücktrittsgedanken. "Ich war damals erst 25, tickte aber anders. Ich wollte gleich den nächsten Titel, was ja auch ganz gut funktioniert hat. Ich liebe das Rennfahren und will immer mehr", schildert Vettel. "Aber man hat nur ein Leben, also sollte man es so verbringen, wie man selbst will. Deshalb verdient diese Entscheidung Respekt. Es ist eine sehr mutige Entscheidung, denn es ist leichter einfach weiterzumachen." Einem Wechsel ins freigewordene Cockpit erteilt Vettel aber zumindest offiziell eine Absage: „Es ist ja allgemein bekannt, dass sowohl Kimi als auch ich bereits einen Vertrag für 2017 haben."

Vettel will von einem Wechsel zu Mercedes nichts wissen

Dann will er mit Ferrari endlich wieder Erfolge feiern. "Ich hoffe“, so der Hesse, "dass uns die Regeländerungen entgegenkommen. Die neue Team-Struktur steht. Wir müssen die Ruhe bei uns jetzt nutzen, um einen guten Schritt nach vorn zu machen. Ich bin jedenfalls optimistisch, dass wir unser Paket verbessern können.“ Arrivabene ergänzt vorsichtig: "Ich will keine Voraussagen machen, aber die Jungs arbeiten alle sehr hart und sehr gut zusammen. Mattia Binotto ist ein großartiger technischer Direktor."
Präsident Marchionne versucht sich offenbar ebenfalls in Bescheidenheit, stellt aber fest: "Es war ganz wichtig, dass das Team seine Schwächen erkannt hat. Dazu gehört einerseits die Performance auf der Strecke, andererseits die Entwicklungsgeschwindigkeit. Das beste Beispiel ist Red Bull, das auf dem Papier kein Rivale für uns war, dann aber aufgrund exzellenter Arbeit am Chassis doch einer wurde. Wir haben also erkannt, dass wir in der Aerodynamik-Entwicklung Lücken haben und versuchen die so gut wie möglich zu schließen. Ich verspreche: Wir lassen keinen Stein unbewegt.“
Rosbergs Nachfolger: Kommt Vettel?

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance / Nico Rosberg

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