Vettel Maranello 2016

Formel 1: Ferrari inside

— 31.08.2016

Ein Tag mit Vettel in Maranello

Ferrari inside vorm GP Italien: Mit Vettel im Herzen von Ferrari. Wir haben den Deutschen zum PR-Termin für Shell begleitet. Inklusive Fotostrecke!

Sebastian Vettel (28) kommt aus Enzo Ferraris altem Haus an der Rennstrecke in Fiorano, schlendert  zu einem Ferrari 488 GTB, der vor der weiß-roten Villa im toskanischen Stil parkt, lächelt kurz und steigt ein. „Schnitt“, ruft der Regisseur aus dem Off. Und: „Noch einmal bitte." Die Szene wiederholt sich, nur dass Vettels Lächeln immer mehr dem eines Lausbuben gleicht, der etwas im Schilde führt. PR-Termin bei Ferrari in Maranello. Sponsor Shell darf einen ganzen Tag im Leben des Vierfach-Weltmeisters für sich beanspruchen. Brav formuliert der Heppenheimer Werbeslogans, beschreibt die Vorzüge des neuen Öls, posiert vor der hauseigenen Tankstelle mit Shell-Em­blem für Fotos und lässt sich sogar zu einem Selfie-Video überzeugen. Solche Art der modernen Kommunikation ist eigentlich nicht nach seinem Geschmack. Aber an diesem Freitag, abseits von Rennstress und Leistungsdruck, ist Vettel einfach nur der nette Junge von nebenan.

Vier WM-Titel, Nummer-1-Pilot bei der Scuderia Ferrari, Megastar. Trotz alledem hat sich der Heppenheimer kaum verändert, seit er 2010 seine erste Weltmeisterschaft gewonnen hat – damals noch mit Red Bull. Auch jetzt gibt er zu: „Ich komme mir manchmal etwas affig vor, wenn ich bei Werbedrehs alles drei- oder viermal machen muss – und da habe ich auch Probleme, ernst zu bleiben."

Vettel Maranello 2016



Dabei stehen wir hier auf historischem Grund. Vettel, der Ferrari 488 GTB und AUTO BILD MOTORSPORT befinden sich im Herzen von Ferrari. „Ich muss mich ab und zu immer noch kneifen“, gibt er zu, „letztens hab ich sogar noch ein paar Fotos von mir auf einem Ferrari im Museum rausgekramt. Enzo Ferrari hat etwas Magisches erschaffen, und wir versuchen jetzt, den Traum am Leben zu erhalten."

Mama Rosella ist schon aus Schumi-Zeiten bekannt

Vettel spaziert über das Gelände und  bleibt an einem Straßenschild stehen. „Piazza Michael Schumacher“ steht dort in weißen Lettern, darunter sind alle fünf WM-Titel des Rekordchampions mit Ferrari aufgelistet. Der Deutsche hält inne, lehnt sich gegen das Schild und lächelt für die Kamera. „Michael hat die mit Abstand meisten Straßen auf dem Gelände, weil jeder WM-Titel eine Straße zur Folge hat“, erklärt er. „Deswegen hoffe ich, dass ich auch mal meine Straße haben darf. Den Platz hier allerdings hat sich Michael mit seinen fünf Titeln verdient gesichert."

Der neue Ferrari-Star wird ungewöhnlich emotional, als er von seinem Idol spricht. Vettel verrät: „Er fehlt den Leuten hier. Und zu wissen, dass es ihm nicht gut geht, nimmt alle sehr mit. Viele im Rennteam und in der Fabrik hängen immer noch sehr an Michael. Und wenn wir dann über ihn sprechen, schießen oft die Tränen in die Augen."

Nach acht Stunden Interviews, Werbedrehs, Aufsagern und Fotosessions neigt sich der Tag mit Vettel dem Ende entgegen. Sein eigentliches Ziel hat der Heppenheimer indes nicht aus den Augen verloren. Er will unbedingt noch die Techniker treffen. Vettel: „Ich habe die Herausforderung angenommen, ein Team zu formen. Eine Weltmeistermannschaft wird man aber nicht über Nacht.“

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Hersteller; ABMS

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