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Formel 1: Ferrari muss zulegen

Vettel: „Hasse es zu verlieren"

Ferrari muss zulegen. Vettel sieht sich im Nachteil gegen Hamilton und Mercedes in der Qualifikation. Nur eine Pole des Deutschen gegen sechs des Briten. Die Folge: Es wird eng vor der Sommerpause.
Sebastian Vettel versucht trotz des Reifenplatzers von Silverstone cool zu bleiben. „Es gibt keinen Grund zur Panik“, sagt der Ferrari-Star.“Wir müssen zwar realisieren, dass Mercedes schnell war. Aber das Rennen war auch nicht gut für uns. Punkt. Trotzdem sind wir sind auf dem richtigen Weg, unser Auto ist gut, unser Auto ist stark.“ Vettel räumt auch ein: „Wenn man verliert, reden alle immer gleich von Enttäuschung und Desaster. Klar verliere ich nicht gerne, ich hasse es sogar zu verlieren. Deshalb werde ich sicherstellen, dass wir die Reihenfolge das nächste Mal wieder umdrehen."
Aber: Vettel muss trotzdem aufpassen. Nur noch einen Punkt beträgt sein Vorsprung in der WM. Schlimmer noch: Hamilton und Mercedes verstehen den Silberpfeil immer besser. „Als die Saison angefangen hat, war es ein bisschen komplizierter, mit diesem Auto richtig umzugehen“, bestätigt der Brite. Teamchef Toto Wolff hatte den Silberpfeil sogar als Diva bezeichnet. Vettels Rote Göttin gab sich hingegen von Beginn an umgänglicher: Drei Siege in den ersten sechs Rennen. Seit Monaco wartet der Heppenheimer aber auf den vierten Saisonerfolg.

Sieben Zehntel haben Vettel im Qualifying auf Hamilton gefehlt

Trend oder nur Momentaufnahme? Ist der Mercedes mittlerweile wieder das schnellste Auto im Feld? „In dem Moment, in dem du das sagst, fährst du zum nächsten Rennen und kriegst eine ins Gesicht“, warnt Silberpfeil-Teamchef Wolff. Dennoch: Drei Siege feierte das deutsche Werksteam gegen den italienischen Traditionsrennstall in den vergangenen vier Rennen. Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas ist mittlerweile auch schon bis auf 23 Punkte an Vettel herangekommen.
Für den Mercedes spricht die Power des Motors. Auf der Geraden nimmt er Ferrari drei bis sechs Zehntelsekunden in der Qualifikation ab. Für Ferrari spricht vor allem der Speed in schnellen Kurven, in der berühmten Copse in Silverstone sei man zehn Stundenkilometer schneller gewesen als der Mercedes, rechnete Vettel vor.
Der Knackpunkt im Titelkampf bleibt für Vettel die Qualifikation. Nur einmal fuhr er in dieser Saison auf Pole (Russland), einmal schaffte es Räikkönen, der Rest war silbern. Zweimal Bottas, sechsmal Hamilton. „Wenn du deine Autos in der ersten Kurve vorne hast, sieht das Rennen anders aus. Wir wissen, wo wir ansetzen müssen, es ist aber nicht einfach“, beteuerte Vettel vor dem nächsten Versuch in Ungarn - in den vergangenen vier Jahren stand dort ein Mercedes auf Pole, und mit fünf Siegen ist Hamilton dort jetzt schon Rekordsieger.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance / Hersteller

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