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Formel 1: Ferrari nach Russland GP

— 02.05.2016

Vettel-Boss glaubt noch an WM

Sebastian Vettels Frust nach dem frühen Aus in Russland ist schon wieder verraucht - sein Teamchef verneint, dass man den Titel schon aufgegeben hat.

Am Abend war der ganz große Ärger schon wieder vergessen. „Daniil hat ja nicht nur mich abgeräumt, sondern gleich drei Red Bull“, so der Tenor des Vierfachweltmeisters nach dem Abschuss durch Daniil Kvyat in der zweiten und dritten Kurve. Allein: 67 Punkte Rückstand hat Vettel in der WM nun bereits auf Spitzenreiter Nico Rosberg. Er selbst würde das öffentlich nie zugeben. Aber die WM hat der Hesse innerlich längst abgehakt. Zumal auch sein Ferrari nicht wirklich schneller wird.
Aus nach Start-Crash in Sotschi: Kvyat schießt Vettel ab

Ein Motorupdate und ein neuer Frontflügel konnten die Lücke zu Mercedes in Sotchi nicht schließen. Kimi Räikkönens schnellste Rennrunde war knapp mehr als eine Sekunde langsamer als die von Nico Rosberg. Dazu kommen immer wieder Defekte, zuletzt ein Elektronikproblem im freien Training und ein getauschtes Getriebe, das Vettel den Start von Rang sieben erst eingehandelt hatte.

In Russland stoppen Kvyat und die Technik Vettel

FIAT-Boss Marchionne ist unzufrieden. Er fordert: „Wir müssen die Lücke in Lichtgeschwindigkeit schließen!“ Der Italiener übt Druck auf seine Mannen aus - und auf Vettel: „Ich war gewohnt Ferrari mit Michael Schumacher zu sehen. Deswegen tut es mir in der Seele weh, jetzt ein Ferrari zu sehen, das so leidet.“ Trotz der klaren Ansage betont Marchionne aber auch: „Obwohl gestern ein schlechter Tag war und es noch viel Arbeit gibt, habe ich vollstes Vetrauen in das Team und darin, dass wir Erfolg haben werden.“

Girls beim Russland GP 2016

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Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hat derweil alle Hände voll zu tun Ruhe zurück ins Team zu bringen. „Jeder war sich vor der Saison darüber bewusst, dass vor uns eine enorme Aufgabe steht“, räumte er gestern Abend in Russland ein. „Bei gewissen Situationen musst du dich in dein Schicksal ergeben und sagen: das gehört zum Rennsport. Aber Vorkommnisse wie der Turbo bei Kimi in Australien und wie die Software im Wagen von Sebastian, welche letztlich zum Ventilschaden geführt hat, das ist für mich nicht Pech. Das sind technische Mängel, hinter welchen menschliche Fehler stecken. Wir sind nicht glücklich darüber, aber ich habe dem Team auch gesagt: Lieber diese Probleme jetzt haben als im letzten Drittel der Saison, wenn es um die Wurst geht.“

In der Tat: Der Teamchef glaubt weiterhin an den Titel!

Der Blick auf den WM-Stand sieht nicht gut aus

Arrivabene: „Was die WM angeht: Ferrari darf nicht aufgeben! Wir haben jetzt noch 17 Rennwochenenden vor uns, und ich bin nicht der Überzeugung, dass der WM-Zug langsam aus dem Bahnhof fährt.“ Allein: Dafür muss die Scuderia zulegen. „Zunächst einmal dürfen wir uns keine Fehler mehr leisten“, sagt Arrivabene selbst. „Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass wir auf den kommenden Strecken erheblich stärker sein werden als hier in Russland. Weil diese Strecken besser zu unserem Auto passen und weil die jüngsten Entwicklungen am Motor eher auf Pisten wie Barcelona zur Geltung kommen.“

Dabei setzt Ferrari auch auf Sebastian Vettel. „Sebastian ist Sebastian“, sagt Chefingenieur Jock Clear, der dieses Jahr von Mercedes zu Ferrari kam. „Er hat den Vettel-Faktor. Niemand kämpft härter als er.“ Neben Kampfgeist braucht Vettel jetzt aber vor allem eins: Glück.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Getty Images / Picture-Alliance

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