Formel 1: Galerie - Italien GP

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Formel 1: Ferrari schlecht wie nie

— 07.09.2014

Alonso rollt vor Tifosi aus

Ein Heimspiel zum Vergessen: Ferraris aktuelle Performance sorgt bei den italienischen Fans für Frust, Tifosi-Liebling Fernando Alonso scheidet in Monza aus.

Zwei mickrige Pünktchen konnte Ferrari beim Heimspiel in Monza am Ende mitnehmen. Während die Tifosi am Sonntag enttäuscht nach Hause gehen mussten, schlagen die Experten im Fahrerlager Alarm! Ex-F1-Pilot und TV-Kommentator Christian Danner über die jüngste Vorstellung der Mythosmarke: „Eine glatte Katastrophe! In Monza mit nur zwei Punkten heimzugehen, dazu ist noch Alonso stehengeblieben... bei aller guten Stimmung der Fans an der Strecke, das ist desaströs.“ 79 Rennen am Stück war vor Monza immer ein Ferrari in den Punkten - fast wäre diese Serie ausgerechnet im Wohnzimmer der Scuderia gerissen. Kimi Räikkönen brachte seinen Ferrari am Ende mit knapper Not als Zehnter ins Ziel, profitierte anschließend von der Zeitstrafe gegen McLaren-Fahrer Magnussen und ergatterte somit noch einen zweiten Zusatzpunkt.

Nicht mehr unter den Top-3

Stumpfe Waffen: Räikkönen hatte in den Duellen auf der Piste, wie hier mit Ricciardo, zumeist das Nachsehen

Trotzdem ist Ferrari in der Konstrukteurs-WM hinter Williams auf Rang vier zurückgefallen. Für das ehemalige Aushängeschild der Königsklasse natürlich viel zu wenig. „Für Ferrari war es zuhause ein schwarzer Tag“, stellte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff fest. Der Österreicher ärgerte sich über Pfiffe auf dem Podium gegen die siegreichen Mercedes-Piloten. „Da spielt natürlich viel Frustration mit. Man kann das Buhen der Italiener verstehen - allerdings nicht auf unsere Fahrer sondern ihre Gesamtsituation bezogen - wenn im Ferrari-Land Alonso ausfällt und Räikkönen zwei Punkte holt.“ Der Finne zeigte sich nach dem Grand Prix ratlos und gab an, mit stumpfen Waffen gekämpft zu haben: „Eine Schande, dass wir beim Heimrennen nichts für unsere Fans bieten konnten. Aber es war klar, dass uns auf dieser Strecke ein schweres Wochenende erwartet. Hoffentlich fühlen wir uns auf anderen Kursen wohler.“

Alonsos stolze Serien reißen

Dem Ferrari mangelte es in Monza mit den langen Geraden besonders an Power. Bei Fernando Alonso sorgte dann schließlich ein Problem mit dem KERS für das vorzeitige Aus zu Rennhalbzeit. „Ich musste das Auto sofort abstellen, um den Motor nicht zusätzlich zu beschädigen. Es ist bitter, dass das genau vor unseren Tifosi passiert“, so Alonso, der erstmals seit dem Malaysia GP 2013 nicht die Zielflagge sah und erstmals seit dem Auftritt in Indien vergangene Saison ohne WM-Punkte blieb. „Meine schöne Serie ist damit leider vorbei, das ist traurig. Wir hatten aber auch viele Rennen ohne Ausfall und immer viel Glück mit der Haltbarkeit“, wollte der Spanier zwar auch das Positive sehen, ohne dabei jedoch den Realismus zu verlieren: „Es war ein hartes Rennen für uns - auch schon vor dem Ausfall.“

Es kacht hinter den Kulissen

Bitterer Tag für Ferrari & Alonso: Der Spanier schleicht nach seinem Aus davon, seine Punkte-Serie ist gerissen

Doch nicht nur auf der Rennstrecke, auch im Teamhintergrund brennt es bei der Scuderia im Moment lichterloh . Die Krise der Roten zieht ihre Kreise bis zur höchsten Ebene - Fiat-Boss Sergio Marchionne hat nämlich gerade Ferraris langjährigen Präsidenten Luca di Montezemolo geköpft! Zitat nach dem schwachen Italien GP: „Niemand ist unersetzbar. Ein Wechsel auf Präsidentenebene steht nicht auf der Agenda, kann aber passieren, wenn die Company es für nötig erachtet.“ In Italien bedeutet das: Montezemolo ist weg vom Fenster! Der Landgraf wird intern für die schlechten Ergebnisse auf der Strecke verantwortlich gemacht, vor ihm liegt nun eine schwere Woche, in der es vor allem um die Abfindungsverhandlungen geht. Nach ABMS-Informationen hat Montezemolo 300 Millionen Euro gefordert, einigen wird man sich wohl auf die Hälfte. Auf sportlicher Ebene bleibt Matteo Mattiacci entgegen anderslautender Gerüchte aber Teamchef. Eine Rückkehr Ross Brawns ist nicht angedacht.

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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