Formel 1: Die besten Bilder aus Spa

Formel 1: Ferrari schneller als Mercedes

So übertölpelte Vettel Hamilton

Sebastian Vettel gewinnt in Spa vor Lewis Hamilton. Warum nicht nur der Deutsche sondern auch Ferrari aus dem Vorjahr gelernt hat.
Mit diesem Start aus der Sommerpause kann Sebastian Vettel vollends zufrieden sein: souveräner Sieg beim Großen Preis von Belgien - und das, obwohl ihm am Samstag im Qualifying mal wieder der Regen dazwischenfunkt. Doch Vettel bleibt cool und schafft es in diesem Jahr - anders als noch 2017 - vorbei an Hamilton.
Rückblende: Im Vorjahr versuchte der Ferrari-Star verzweifelt den Briten im Mercedes zu überholen. Hamilton griff dabei auf einen Trick zurück, bremste Vettel in Eau Rouge so ein, dass der Heppenheimer kurz auf die Bremse musste. Dadurch fehlte ihm am Ende der Schwung.
Doch Vettel und Ferrari haben aus ihrem Fehler gelernt. Der Deutsche erklärt, wie er Hamilton auf der Kemmel-Geraden übertölpelte: „Wir sind mit etwas weniger Flügel gefahren als 2017, zudem haben unsere Motorenleute mit dem verbesserten Aggregat einen Super-Job gemacht. Und ich habe meinen Angriff ein wenig besser angesetzt als vor einem Jahr.“ Schon mitten auf der Geraden zieht Vettel vorbei, wehrt dann noch einen Angriff von Esteban Ocon ab.

Vierkampf um die Führung - Vettel setzt sich durch

Mehr noch als Vettels Überhol-Taktik spricht Ferraris aktuelle Form für eine starke zweite Saisonhälfte. Teamchef Maurizio Arrivabene lobt: „Wir konnten heute unser Potenzial abrufen und demonstrieren, wie stark unser Auto ist.“
Für Vettel sind die Allround-Qualitäten seines Dienstfahrzeugs entscheidend. „Da hatten wir letzte Saison Defizite. Wir waren zwar schon gut auf engen, verwinkelten Kursen, wo man viel Abtrieb braucht. Aber uns hat noch was gefehlt auf den Strecken, wo mehr Effizienz gefragt ist, wie hier oder auch in Silverstone.“ In Großbritannien und Belgien konnte Vettel 2018 gewinnen...
Auch die kommenden Strecken in Monza und Singapur sollten dem Ferrari liegen. Vettel: „Allgemein ist unser Auto dieses Jahr robuster. Wir haben das Paket und den Motor verbessert, haben an allen Fronten einen Schritt nach vorne gemacht. Im WM-Kampf wird es ein Schlüsselfaktor sein, dass das Auto überall funktioniert - und ich glaube, das haben wir ganz gut hingekriegt.“
Ein gutes Omen: Wann immer der Deutsche bisher auf der Ardennen-Achterbahn von Spa gewann (2011, 2013) wurde er am Ende auch Weltmeister.

Autoren: Bianca Garloff, Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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